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Supersteini rückt auch im Jubiläumsjahr Außenwerbung ins Blickfeld

Mit Supersteini Musikmarketing gehört Frank "Steini" Steinert zu den bedeutenden Partner von Labels und Veranstaltern, wenn es um Plakate geht. Zum Jubiläumsjahr nimmt er die Entwicklung im Markt für Außenwerbung unter die Lupe.

23.02.2018 11:09 • von Jonas Kiß
Von Anfang an mit dabei: Frank »Steini« Steinert mit Nina Trinius (Project Manager Supersteini & General Manager FSM Plakat) (Bild: Supersteini)

Mit Supersteini Musikmarketing gehört Frank »Steini« Steinert zu den bedeutenden Partner von Labels und Veranstaltern, wenn es um Plakate geht. Im Gespräch mit MusikWoche nimmt er im Jubiläumsjahr die Entwicklung im Markt für Außenwerbung unter die Lupe - und hat zu seinem anstehenden Geburtstag auch einen Plakatwunsch.

2009 waren Sie »auf dem Weg zum Plakatmillionär«, wie sieht die Gesamtbilanz zum 20. aus?

Die Headline war damals ein gelungener Gag von MusikWoche in Anlehnung an meine Aussage, dass wir in zehn Jahren bestimmt eine Million Plakate verklebt haben. Heute sprechen wir tatsächlich von einem Jahresumsatz im siebenstelligen Bereich, den wir mittlerweile aber auch benötigen, um Kampagnen mit einem derartigen Preis/Leistungsverhältnis anbieten zu können. Plakatierungen mit geringeren Roherträgen erfordern höheren Gesamtumsatz, um am Ende zum gleichen Betriebsergebnis zu kommen. Zum Glück habe ich keine Aktionäre, Vorstände, Controller oder Mitgesellschafter an Bord, die zu sehr zahlengesteuert sind, um meine Art der Unternehmensführung zu verstehen. Ein langjähriger Kunde meinte einmal zu mir, dass ich für so etwas auch einfach zu sehr Freigeist wäre. Das empfand ich damals wie heute als Kompliment.

Wie viele Plakate kleben Sie pro Jahr, sind es mehr oder weniger als noch vor zehn Jahren?

Auf die einzelnen Kampagnen bezogen kleben wir heute eher weniger Plakate pro Jahr. Das hängt damit zusammen, dass außer in Berlin die Zeiten der Wildplakatierung mit riesigen Plakatauflagen schon seit einigen Jahren vorbei sind. Das zieht heute einen solchen Ärger nach sich, den ja letztendlich weder wir noch unsere Kunden auf dem Tisch haben möchten. Und selbst in Berlin bieten wir mit HVS Plakat keine Wildplakatierung an, da das unser dortiges Portfolio zu sehr verwässern würde. Bei Supersteini-Kampagnen machen wir das ebenfalls nur noch zusätzlich auf ausdrücklichen Kundenwunsch. Wir kommunizieren unseren Kunden auch ganz klar, welche Plakatmengen auf gebuchte Flächen geklebt werden und welche Menge gedruckt wird. Die Druckauflage beinhaltet stets noch eine Reserve für eventuelle Umklebung oder Nachkleben beschädigter oder beschmierter Plakate. Auf alle Kampagnen bezogen sind es natürlich dennoch mehr Plakate als noch vor zehn Jahren, da wir nun viel mehr Kampagnen als damals umsetzen.

Wie ist Supersteini heute aufgestellt und hat sich die Zusammenarbeit mit Dominic Pohlmann bewährt?

Letztes Jahr ist die Weiter Weiter GmbH von Dominic Pohlmann und Karsten Fuhrken Mitgesellschafter der Supersteini Musikmarketing GmbH geworden. Das beantwortet wohl auch gleich die Frage, ob sich die Zusammenarbeit mit Dominic Pohlmann bewährt hat. Die Kollegen sind sehr umtriebig im Merchandise und Managementgeschäft unterwegs. Die erwarteten Synergieeffekte machen sich bereits bemerkbar. Also alles bestens an dieser Stelle. Die Supersteini Musikmarketing GmbH in Köln hat mit mir und Dominic Pohlmann zwei Geschäftsführer. Seit letztem Jahr neu dabei ist Svenja Read als Project Managerin für die Steuerung und Überwachung der Kampagnen. Und Nina Trinius, die neben ihrer Tätigkeit als General Manager der FSM Plakat GmbH ebenfalls das Project Management unterstützt. Fun Fact am Rande: Nina Trinius hat nun auch ihr eigenes 20. Jubiläum anstehen, da sie quasi seit Anfang an mit dabei ist. Von einer kurzen Unterbrechung zwecks einjähriger Weltreise und einem kurzen Gastspiel in einer großen Werbeagentur mal abgesehen.

Was zeichnet die einzelnen Gesellschaften aus?

Während Supersteini ausschließlich Kampagnen auf bundesweiter Ebene durchführt, ist die FSM Plakat lokaler Anbieter für Plakatwerbung auf eigenen Flächen in Köln. Wir sind hier sehr eng mit der Kölner Kulturszene vernetzt und sind schon länger Partner von Kölner Institutionen wie der c/o pop oder der KlubKomm, dem Verband der Kölner Veranstalter und Club-Betreiber. So befinden sich denn auch Werbeflächen der FSM Plakat vor so ziemlich jeder relevanten Location Kölns. Sämtliche Clubs, Veranstalter und auch große Agenturen wie beispielsweise Prime Entertainment zählen zu unseren zufriedenen Kunden. Und dann gibt es da noch die HVS Plakat GmbH als lokalen Anbieter für Plakatwerbung auf eigenen Flächen in Berlin. Die HVS bewirtschaftet derzeit rund 15.000 1/1-Flächen und hat zudem mittlerweile weit über 100 eigene Stadtbanner-Flächen im Format von zehn Metern mal zwei Meter.

Und in Berlin?

Auch in Berlin konzentrieren wir uns auf die Bezirke innerhalb des S-Bahn-Rings. Die Plakatflächen befinden sich in den szenerelevanten Bezirken Mitte, Prenzlauer Berg, Friedrichshain, Kreuzberg oder Neukölln. In Berlin habe ich mit Eva Maria Brück-Neufeld ebenfalls eine sehr kompetente und belastbare General Managerin für die Leitung des Tagesgeschäfts sitzen.

Das vollständige Interview und was für einen Plakatwunsch Steini zu seinem anstehenden Geburtstag hat, lesen Abonnenten in MusikWoche, Heft 08/2018, im Livepaper oder .