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Grammy 2018: Sechs Awards für Bruno Mars, ein Preis für Kraftwerk

Bei der 60. Grammy-Verleihung nahm Bruno Mars sechs Auszeichnungen entgegen, darunter die Preise für das Album und den Song des Jahres. Fünf Preise gingen an Kendrick Lamar; und einen Award erhielten Kraftwerk, die nicht zum ersten Mal zu Grammy-Ehren kamen.

29.01.2018 11:18 • von
Erhielten für "3-D The Catalogue" bei der 60. Grammy-Verleihung den Award in der Kategorie "Best Dance/Electronic Album": Kraftwerk (Bild: Peter Boettcher)

Am 28. Januar 2018 verlieh die Recording Academy zum 60. Mal die Grammys. Bei der Gala im Madison Square Garden in New York nahm Bruno Mars als großer Gewinner des Abends gleich sechs Auszeichnungen entgegen, darunter die Preise für das Album und die Aufnahme des Jahres für "24K Magic" und den Songs des Jahres für "That's What I Like".

Weitere fünf Preise gingen Kendrick Lamar. Während der sechsfach nominierte Bruno Mars und der siebenfach nominierte Kendrick Lamar mit der Ausbeute durchaus zufrieden sein dürften, ging der zuvor in acht Kategorien für eine Auszeichnung nominierte Jay-Z komplett leer aus.

Erneut zu Grammy-Ehren kamen auch die zuvor Kraftwerk: Die deutsche Formation erhielt für ihr 3-D The Catalogue"-Werk bei der Verleihung der US-amerikanischen Musikpreise die Auszeichnung in der Kategorie "Best Dance/Electronic Album". In der Sparte "Best Surround Sound Album" mussten sich das hier für ihre klangtechnische Arbeit nominierten Kraftwerk-Mitglied Fritz Hilpert und Tom Ammermann (Luna Studios) allerdings Jane Ira Bloom und Jim Anderson für das Album "Early American" geschlagen geben. Kraftwerk kamen nicht zum ersten Mal zu Grammy-Ehren: 2014 hatten sie bereits .

Die weiteren Grammy-Kandidaten mit deutscher Beteiligung kamen nicht zum Zug. So brachte es die WDR Big Band Köln für die Arbeit am Album "Homecoming", in der Kategorie "Best Large Jazz Ensemble Album" und zusammen mit ihrem "Composer in Residence" Vince Mendoza in der Kategorie "Best Instrumental Composition" auf die Liste der Nominees.

Hier fanden sich außerdem ECM-Gründer Manfred Eicher in der Sparte "Producer Of The Year, Classical", der deutsche Dirigent Alexander Liebreich mit dem Münchener Kammerorchester und dem RIAS-Kammerchor für ihre ECM-Produktion des "Requiem" von Tigran Mansurian ("Best Choral Performance"), Violinist Frank Peter Zimmermann mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester für seine Shostakovich-Violinkonzerte ("Best Classical Instrumental Solo") sowie das Freiburger Barockorchester für sein Mitwirken an den "Sacred Cantatas" von Philippe Jaroussky ("Best Classical Solo Vocal Album").

Ed Sheeran, der es trotz seiner kommerziellen Erfolge in den Hauptkategorien nicht auf die Liste der Grammy-Kandidaten geschafft hatte, kam mit den Preisen in den Sparten "Best Pop Solo Performance" und "Best Pop Vocal Album" immerhin noch auf zwei Auszeichnungen.

Als Moderator führte James Corden durch die rund dreieinhalbstündige Gala. Live standen neben Bruno Mars und Kendrick Lamar unter anderem auch U2, Lady Gaga und Sam Smith sowie Childish Gambino, Elton John, Pink oder Rihanna auf der Bühne. Neil Portnow, President und CEO der Grammy-Macher von der Recording Acardemy, verweis in seiner Rede zum Grammy-Jubiläum unter anderem auf 60 Jahre voller großartiger kreativer Leistungen und mehr als 9600 verliehene Grammy-Awards in der bisherigen Geschichte des amerikanischen Musikpreises, aber auch auf fast 58 Millionen Dollar an Geldern, die über die MusiCares-Stiftung wohltätigen Zwecken zuflossen.

Eine Liste aller Sieger hält die Recording Academy auf den Grammy-Onlineseiten bereit.