Unternehmen

Auch Metal braucht Influencer

Die Metalszene steht trotz eines erfreulich verlaufenen Jahres vor Herausforderungen - allen voran der Digitalisierung. So berichtet erläutert etwa Fabian Drebes von Warner Music, welche Rolle YouTube-Influencer bei der Metal-Vermarktung spielen.

21.11.2017 14:14 • von Jonas Kiß
Haben mit »Gods Of Violence« das bislang erfolgreichste Metalalbum in diesem Jahr veröffentlicht: Kreator (Bild: Nuclear Blast)

Die Metalszene steht trotz eines erfreulich verlaufenen Jahres 2017 vor einschneidenden Herausforderungen - allen voran der voranschreitenden Digitalisierung und der Suche nach den Headlinern von morgen. MusikWoche fragte Experten, wie sie die aktuelle Lage einschätzen.

»Unsere Rock- und Metal-Experten haben auch in diesem Jahr Großartiges geleistet«, sagt Fabian Drebes, Marketing Director International Warner Music Central Europe. Er begründet das damit, dass die Metalleute beim Major kontinuierlich daran arbeiten, den Fans »unvergessliche Erlebnisse« zu ermöglichen. So haben etwa Iron Maiden mit ihrem Flugzeug »EdForceOne« Fans aus ganz Europa zum offiziellen Pre-Listening des Albums nach Paris geflogen.

»Das ist perfektes Content-Marketing, weil sich diese Story wie ein Lauffeuer im Netz und den Medien verbreitet hat. Ebenso arbeiten wir mit YouTube-Influencern zusammen, die die Metal-Fans perfekt ansprechen und Teil unser PR-Strategien sind - wie zuletzt beim Release des neuen Albums von Trivium.« Der »außergewöhnliche Erfolg« von Disturbed und ihrem Hit »The Sound Of Silence« habe gezeigt, dass man auch Streaming-Hits in diesem Genre landen kann, die dann sogar massive Album- und Ticket-Sales generieren.«

Allerdings stehe man wie in anderen Genres vor Herausforderungen. So müsse sich jeder bei Warner Music täglich die Frage stellen, wie man den Kunden kontaktiere. »Um die Metal- Fans zum Beispiel bei YouTube besser zu erreichen, betreiben wir einen eigenen HardRock-Kanal namens >Rock ReelLivepaper oder .