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Velomax feiert 20-jähriges Jubiläum in Berlin

Mit einer eigenen Veranstaltung begeht Velomax, die Berliner Betreibergesellschaft des Velodroms und der Max-Schmeling-Halle, am 17. November ihr 20-jähriges Jubiläum. MusikWoche würdigt das Unternehmen in einem umfassenden Rückblick.

17.11.2017 16:16 • von Jonas Kiß
Trat im Velodrom auf: Fritz Kalkbrenner. (Bild: Carsten Klick/Four Artists)

Mit einer eigenen Veranstaltung begeht Velomax, die Berliner Betreibergesellschaft des Velodroms und der Max-Schmeling-Halle, am 17. November ihr 20-jähriges Jubiläum. MusikWoche würdigt das Unternehmen in einem umfassenden Rückblick.

Die Max-Schmeling-Halle und das Velodrom sind integraler Bestandteil der Berliner Livelandschaft und weit darüber hinaus. MusikWoche würdigt in einem umfassenden Rückblick zum 20-jährigen Jubiläum die beiden Spielstätten und ihre Betreibergesellschaft Velomax.

»Die Mischung aus Sport, Musik, Show, Tagungen und Corporate Events, die sich seit 20 Jahren kontinuierlich im Programm der Max-Schmeling-Halle und des Velodroms findet, zeigt, dass diese beiden Hallen für Berlin ein Gewinn sind«, resümiert Sebastian Rüß, Geschäftsführer der Berliner Betreibergesellschaft Velomax, im Gespräch mit MusikWoche.

Es sei diese Mischung, die die Sport- und Kulturstadt sowie den Wirtschaftsstandort Berlin bereichert habe und dies auch weiterhin tun werde. Dabei spielt auch die sportliche Nutzung der Max- Schmeling-Halle und des Velodroms, der beiden Velomax-Spielstätten in Berlin, eine entscheidende Rolle, wie Sebastian Rüß erläutert. Denn die Hallen seien durch ihre Öffnung für den Breitensport zudem ein Magnet für alle Einwohner der Stadt, die beide Arenen intensiv für sich nutzen.

»Dieser Mix aus professionell- kommerziellen Veranstaltungen sowie der Nutzung durch die Öffentlichkeit findet bereits seit 20 Jahren statt. Das ist ein großer Erfolg.« Diese Erfolgsgeschichte begann indes mit einer Niederlage, denn am 23. September 1993 zerplatzten in Monte Carlo die Berliner Träume, die Olympischen Spiele in die Stadt zu holen. Doch von den Hauptstadtplänen blieben zwei Mehrzweckarenen, die eigentlich als Austragungsstätten der Sportveranstaltungen geplant waren. So sollten im Velodrom die Radsportwettbewerbe und in der Max-Schmeling-Halle getreu des Namensgebers, Max Schmeling, die Box-Wettkämpfe stattfinden.

Doch auch ohne die olympischen Nutzung entwickelten sich diese beiden Hallen im Laufe der Jahre zu integralen Bestandteilen der Berliner Livelandschaft.

2500 Veranstaltungen

Von 1997 bis 2017 fanden in beiden Arenen über 2500 Veranstaltungen statt, die laut Velomax-Angaben insgesamt über 19 Millionen Besucher anzogen. Mit fast 13 Millionen kamen die meisten Menschen zu Events in die Max-Schmeling-Halle, das Velodrom zählte bis heute über sechs Millionen Gäste. Neben Sportveranstaltungen spielen Konzerte und Shows eine herausragende Rolle im Veranstaltungskalender. So fanden in den vergangenen 20 Jahren fast 700 Events aus diesem Bereich in beiden Hallen statt.

Ausstrahlung im TV

Dass man Max-Schmeling-Halle und das Velodrom auch weit außerhalb der Stadtgrenzen kennt, liegt nicht zuletzt an großen Fernsehshows, die hier produziert wurden. So gingen hier unter anderem die Preisverleihung »Goldene Henne«, Stefan Raabs »Bundesvision Song Contest« oder die Samstagabendshows von Carmen Nebel, Helene Fischer und Florian Silbereisen über die Bühne. Insgesamt dürften mehrere tausend Künstler in beiden Arenen zu Gast gewesen sein, bilanziert man bei Velomax. Die Liste der Musiker, die in beiden Venues auftraten, ist lang und umfasst Namen wie David Bowie, Eric Clapton, Herbert Grönemeyer, Tom Jones, Madonna, die Eagles, Roxy Music, Elton John, Simply Red, Santana, Mariah Carey, Fleetwood Mac, Lionel Richie, Bryan Adams, Udo Lindenberg, die Beastie Boys, die Söhne Mannheims, die Backstreet Boys und Westernhagen.

Ebenfalls zu Gast waren die Toten Hosen, Deep Purple, Alice Cooper, André Rieu, Pink, Chris de Burgh, die Puhdys, Shakira, Joe Cocker, Bob Dylan, Beyoncé, Justin Timberlake, Rod Stewart, James Blunt, Howard Carpendale, DJ BoBo, Judas Priest, The Killers, Robbie Williams, Status Quo, Jean Michel Jarre, Katy Perry, Bruno Mars, die Beatsteaks, Drake, Mötley Crüe, Billy Talent, Seeed, Lil Wayne, Tim Bendzko, Casper, Marteria, Pharrell Williams, Ed Sheeran, Unheilig, The BossHoss, K.I.Z, Ellie Goulding, Andreas Bourani, Peter Maffay, Roger Waters, Rammstein, Depeche Mode, Kiss oder Tokio Hotel.

Besonders denkwürdig waren in den vergangenen Jahren zwei Auftritte: Kurz vor seinem Tod trat hier Udo Jürgens im Rahmen der »Helene Fischer Show« im Dezember 2014 auf, und ein Jahr später gaben Motörhead am 11. Dezember 2015 in der Max-Schmeling-Halle ihr allerletztes Konzert, bevor Lemmy Kilmister wenige Wochen später verstarb. Allein 2017 spielten oder spielen noch Acts wie die Gorillaz , Casper, Jamiroquai, Korn, Nick Cave & The Bad Seeds, Blink-182, die Beginner, Marilyn Manson und SDP in den Velomax-Spielstätten. »Allein diese Aufzählung belegt, welchen Stellenwert die Arenen für das Berliner Angebot im Live Entertainment haben, das auf ein großes Publikum - auch über die deutsche Hauptstadt hinaus - abzielt«, heißt es aus Berlin.

Geschäftsführerin Sybil Franke bilanziert deshalb schon jetzt: »2017 wird insbesondere musikalisch betrachtet ein extrem vielseitiges und spannendes Jahr. Unser Angebot für die Musikbegeisterten in Berlin und darüber hinaus ist ein echtes Jubiläumsgeschenk.« Beide Arenen bieten Platz für jeweils 10.000 Besucher und gehören zu den größten Indoor-Veranstaltungsstätten Berlins. Um den Betrieb der beiden Hallen kümmert sich ein circa 30-köpfiges Team von festen Velomax- Mitarbeitern.

Den vollständigen Artikel und das lesen Abonnenten in MusikWoche Heft 39/2017, im Livepaper oder .