Livebiz

VDKD-Mitglieder nicken Fusion mit bdv ab

Auf der Jahreshauptversammlung des Verbands der Deutschen Konzertdirektionen (VDKD) in Hamburg stimmten mehr als 95 Prozent der Mitglieder für die geplante Fusion mit dem Bundesverband der Veranstaltungswirtschaft (bdv).

21.09.2017 11:22 • von Frank Medwedeff

Die Mitglieder des Verbands der Deutschen Konzertdirektionen (VDKD) haben sich bei der Jahresversammlung in Hamburg für den Zusammenschluss mit dem Bundesverband der Veranstaltungswirtschaft (bdv) ausgesprochen.

Seit mehr als einem Jahr haben die Vorstände der beiden Verbände der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft die Voraussetzungen und vertraglichen Grundlagen für eine Fusion vorbereitet, die zum 1. Januar 2019 erfolgen soll. Der geplante Zusammenschluss wurde nun seitens des VDKD mit einer Mehrheit von über 95 Prozent der Stimmen der Verbandsmitglieder verabschiedet. Pascal Funke, Präsident des VDKD, sagt dazu: "Ich freue mich sehr, dass wir von der Mitgliederversammlung mit einem solch starken Mandat versehen worden sind. Wir haben damit die einmalige Chance, eine starke Interessenvertretung für den Bereich der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft auf den Weg zu bringen, die mit einer Stimme spricht."

Ein weiteres Thema auf der VDKD-Jahrestagung war die Diskussion über einen neuen GEMA-Gesamtvertrag ab Januar 2018. Auch die Gewerbesteuer auf Hallenmieten war Tagesordnungspunkt; dabei bedauerten die Verbandsmitglieder erneut die strukturelle Schwäche des Gesetzes, auch kurzfristige Hallenanmietungen unter die Bemessungsgrundlage zu rechnen. Aus Sicht des Verbands ist die Anmietung eines Konzertsaals für ein einzelnes Konzert nicht vergleichbar mit einer Produktionshalle eines Industrieunternehmens; für die kommende Legislaturperiode bestehe hier "deutlicher Nachbesserungsbedarf".

Darüber hinaus wurde bei der Tagung über weitere branchenrelevante Neuerungen und Initiativen gesprochen. Bereits am Vorabend der Versammlung, am 19. September, wurde der mit 10.000 Euro dotierte Musikpreis des VDKD an Alice Merton verliehen.

Der Verband der Deutschen Konzertdirektionen wurde 1946 in Hamburg gegründet. Im VDKD sind mehr als 200 Agenturen, Konzertveranstalter und Stiftungen zusammengeschlossen, die im Bereich E- und U-Musik jährlich über zwei Milliarden Euro umsetzen und ein Publikum von rund 42 Millionen Besuchern ansprechen.