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UK-Charts: Arcade Fire nicht zu bremsen

"Everything Now" geht tatsächlich für Arcade Fire, die damit auch in den UK-Charts ihr drittes Album nacheinander an die Spitze der Charts bringen. Bei den Singles ist "Despacito" schon auf Rang sieben der All-Time-Liste der langlebigsten Spitzenreiter angekommen.

08.08.2017 09:53 • von Frank Medwedeff
Zeigen auch in Großbritannien der Konkurrenz die Hacken: Arcade Fire (Bild: Guy Aroch)

Wie in den USA setzen sich Arcade Fire mit Everything Now" auch in Großbritannien die Krone der Longplaycharts auf. Die Official Charts Comany registrierte in der aktuellen Erhebungswoche mehr als 36.000 "kombinierte Verkäufe" (inklusive eingerechneter Streamings) - und damit mehr als doppelt so viele wie für die Nummer zwei, Ed Sheerans ÷ (Divide)" (Vorwoche: drei). Die Band aus Kanada zelebriert zudem auch im Vereinigten Königreich ihre dritte Nummer eins nach ihrem mit Brit Award und Grammy gekürten Werk The Suburbs" (2010) und Reflektor" (2013).

Der Rag'n'Bone Man, der in der vergangenen Woche mit seinem Dauerbrenner Human" nach 23 Wochen erstmals aus den Top 5 rutschte, steigert sich wieder von sechs auf drei. Somit bleibt für Lana Del Reys Lust For Life", den Sieger der Vorwoche, nur der undankbare vierte Rang übrig.

Passenger entert die UK-Albumrangliste mit seinem erst zwei Tage vor Veröffentlichung angekündigten Longplayer "The Boy Wo Cried Wolf" auf dem fünften Platz. Es ist bereits das vierte Album des ehemaligen Straßenmusikers, das hier die Top 5 erreicht hat. Alice Cooper brettert mit Paranormal" von null auf sechs.

Es folgen Linkin Park mit den Alben Hybrid Theory" (von vier auf sieben) und One More Light" (von fünf auf acht) direkt hintereinander.

Die Top 10 vervollständigen weitere Alben mit absteigender Tendenz: So geht es für Paul Heaton & Jacqui Abbott und ihr "Crooked Calypso" von zwei auf neun nach unten sowie für "The Ultimate Collection" von John Denver von acht auf zehn.

In den UK-Singles-Charts zeigt Despacito" von Luis Fonsi und Daddy Yankee in der Version mit Justin Bieber nun insgesamt elf Wochen Präsenz auf Platz eins - und rangiert in dieser Beziehung gleichauf mit dem Countrysong "Rose Marie" von Slim Whitman von anno 1955 auf Platz sieben der "ewigen" Bestenliste. Die führt Frankie Laine mit "I Believe" (18 Wochen auf eins) an vor Bryan Adams mit "(Everything I Do) I Do It For You" (16 Wochen), Wet Wet Wet mit ihrer Version von "Love Is All Around" und Drakes One Dance" feat. WizKid & Kyla (beide 15 Wochen) sowie Queen mit "Bohemien Rhapsody" und Ed Sheerans Shape Of You" (je 14).

In der aktuellen Woche gewinnt "Despacito" aber nur um 2500 Chartseinheiten vor der alten und neuen Nummer zwei Wild Thoughts" von DJ Khaled feat. Rihanna & Bryson Tiller. Von vier auf drei steigt Calvin Harris mit Feels", seiner Kollaboration mit Pharrell Williams, Katy Perry und Big Sean - und tauscht so die Position mit French Montanas Unforgettable" im Verbund mit Swae Lee.

Platz fünf gehört nach wie vor Mama" von Jonas Blue feat. William Singe, und auch Little Mix behaupten mit "Power" ihren sechsten Rang. Je zwei Plätze hoch rücken Sigala & Ella Eyre mit "Came Here For Love" (von neun auf sieben) und Rudimental feat. James Arthur mit "Sun Comes Up" (von zehn auf acht). Einen kräftigen Sprung von 19 auf neun legt Dua Lipa mittels der Proklamation ihrer New Rules" hin, während Rita Oras Your Song" von der Sieben ans Ende der Top 10 sinkt.

"Boys", die neue Single von Charli XCX, ist höchster Neuzugang - allerdings erst auf Position 42.

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