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bdv und VDKD wollen fusionieren

Die Vorstände von bdv und VDKD haben sich auf eine Fusion der beiden Veranstalterverbände verständigt. Die Mitglieder sollen noch in diesem Jahr über die bereits ausgearbeiteten Verträge abstimmen. Erfolgen soll der Zusammenschluss aber erst zum 1. Januar 2019.

19.07.2017 11:07 • von Frank Medwedeff
Wollen künftig in einem Verband zusammen agieren (hinten, von links): Klaus Wollny (bdv), Felix Hansen (bdv), Stephan Thanscheidt (bdv), Michaela Russ (VDKD), Folkert Koopmans (VDKD), Michael Herrmann (VDKD), Michael Russ (VDKD), Jens Michow (bdv), Sonia Simmenauer (VDKD), Pascal Funke (VDKD), Elisabeth Ehlers (VDKD), Christian Diekmann (VDKD) und Christian Doll (bdv) sowie (vorn, von links): Johannes Kreile (VDKD-Justiziar), Ulrike Schirrmacher (bdv), Daniel Rothammer (bdv) und Johannes Ulbricht (Justiziar bdv) (Bild: Public Address)

Die Vorstände des Bundesverbands der Veranstaltungswirtschaft (bdv) und des Verbands der Deutschen Konzertdirektionen (VDKD) bereiten, wie die Verbände in einer gemeinsamen Erklärung berichten, schon seit rund einem Jahr die Voraussetzungen und vertraglichen Grundlagen "für den aus Sicht aller Beteiligten überfälligen Zusammenschluss ihrer beiden Veranstalterorganisationen" vor. Am 11. Juli 2017 trafen sich in Hamburg ein weiteres Mal sämtliche Vorstandsmitglieder zusammen mit ihren Justiziaren zur Abstimmung des Fusionsvertrages, der künftig gemeinsamen Satzung und des Zeitplans der Fusion. Die Mitglieder hatten demnach bereits bei ihren jeweiligen Sitzungen des vergangenen Jahres ihren Repräsentanten "den entsprechenden Handlungsauftrag erteilt".

Die Übereinkunft sieht nun vor, dass auf den diesjährigen Verbandsversammlungen beider Organisationen die ausgearbeiteten Vertragswerke von den Mitgliedern beschlossen werden. Der Vollzug der Fusion soll dann allerdings erst zum 1. Januar 2019 erfolgen, "damit die erforderlichen formellen Schritte und die Gründung eines neuen Verbands, in dem dann beide Verbände zusammenfinden sollen, mit der gebotenen Sorgfalt weiter vorbereitet werden können".

Pascal Funke, Präsident des VDKD, erklärt: "Ich freue mich, dass die Vorstände in Hamburg nach fast einjährigen Verhandlungen nun in allen wesentlichen Punkten Einvernehmen erzielt haben und damit die Weichen für die gemeinsame Zukunft gestellt sind. Die Interessenwahrnehmung für die deutsche Veranstaltungswirtschaft wird durch den Zusammenschluss erheblich gestärkt werden."

bdv-Präsident Jens Michow fügt an: "Vor allem angesichts der gerade in unserem Wirtschaftszweig ständig zunehmenden Herausforderungen durch rechtliche Rahmenbedingungen ist es wichtig, dass die gesamte Branche mit einer Stimme auftritt. Der gemeinsame Verband wird ab 2019 tatsächlich 100 Prozent des Wirtschaftszweiges und alle Genres der Veranstaltungswirtschaft unter einem Dach repräsentieren. Das unterstreicht eindrucksvoll seine Bedeutung und Professionalität."

In den beiden Berufsverbänden der deutschen Live-Entertainment-Branche sind zusammen knapp 500 Agenturen, Tournee- und Konzertveranstalter zusammengeschlossen, die jährlich mit dem Verkauf von mehr als 120 Millionen Tickets einen Umsatz von rund vier Milliarden Euro erwirtschaften.