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VUT und BMC bohren Programm für Frauen im Musikbiz auf

Unter dem Namen Music Industry Women lancierte der VUT 2015 ein Mentoring-Programm für Frauen in der Musikwirtschaft. Nun geht das Projekt in die zweite Runde. Als Partner ist die Berlin Music Commission mit dabei, das Musicboard fördert die Initiative.

12.07.2017 11:11 • von
Versammelten sich im April 2016 zum Abschlussbild: Die Teilnehmerinnen der ersten Runde des Mentoring-Programms um Verena Blättermann (Öffentlichkeitsarbeit & politische Kommunikation VUT, dritte von links), Désirée J. Vach (Vorstand VUT, vierte von links), Tess Rochholz (damals im Vorstand des VUT, fünfte von links) und Petra Husemann-Renner (Geschäftsführerin Motor Entertainment, ganz rechts) (Bild: Anke Peters, peters-anke.de)

Unter dem Namen Music Industry Women lancierte der Verband unabhängiger Musikunternehmen (VUT) bereits als Teil seiner Nachwuchsarbeit ein erstes Mentoring-Programm für Frauen in der Musikwirtschaft. 2017 geht das Projekt nun in die zweite Runde, als Kooperationspartner ist die Berlin Music Commission (BMC) mit dabei. Das Angebot richte sich an Frauen in der Musikbranche, die noch am Anfang ihres Berufsweges stehen, heißt es aus Berlin.

Da das Musicboard Berlin die Initiative fördert, können die Partner das Programm zudem aufbohren: Waren in der ersten Runde noch zehn Branchenkennerinnen als Mentorinnen mit dabei, die zehn Teilnehmer betreuten, so sollen nun ab September 15 erfahrene Mentorinnen aus Geschäftsbereichen wie Label, Verlag oder Vertrieb über vier Monate hinweg den Weg von 15 weiblichen Nachwuchskräften begleiten.

Interessenten können sich ab sofort auf den Onlineseiten des Indieverbands auf die 15 Plätze für Mentees bewerben.

Im Zuge des Programms wollen die Kooperationspartner zudem den Mehrwert für Mentorinnen erhöhen: "Sie erhalten ein Coaching zur Vorbereitung und es wird zwei Gruppentreffen geben, die ausschließlich relevante Themen für Mentorinnen in den Vordergrund stellen", heißt es aus Berlin. Zwei weitere Gruppentreffen sollen sich auf die Themen der Mentees konzentrieren.

"Nach dem Erfolg der ersten Runde finden wir es großartig, dass wir nun wieder zusammen mit der BMC und gefördert durch das Musicboard in der zweiten Runde des Mentoring-Programms daran anknüpfen können", kommentiert die stellvertretende VUT-Vorsitzende Désirée Vach. "Die Gespräche mit den Teilnehmerinnen der ersten Runde und die große Nachfrage haben uns darin bestärkt, dieses Programm fortzuführen."

Vach wertet das Programm zwar nur als einen kleinen Beitrag, "um mehr Geschlechtergerechtigkeit in der Branche zu erreichen", aber dennoch als einen wichtigen. BMC-Vorstandsmitglied Jana Rahmlow verweist auf die "durchweg positive Resonanz" zur ersten Runde: "Für uns als Netzwerk ist es wichtig, dass Und Katja Lucker, Geschäftsführerin Musicboard Berlin, macht klar, dass nach wie vor auch die Musikwelt "hauptsächlich von männlichen Führungspositionen geprägt" sei: "Das Musicboard setzt sich seit Bestehen dafür ein, Musikerinnen zu unterstützen und natürlich auch dabei zu helfen, für Diversität in der Musikwelt zu sorgen."