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Dossier Backkatalog: Wo CD und LP die Zeiten überdauern

Der Anteil von physischen Tonträgern am Gesamtumsatz sinkt beständig. Doch im Kataloggeschäft sieht das anders aus. MusikWoche fragte ausgewählte Experten, inwiefern CD und LP unverzichtbarer Bestandteil bei der Backkatalogvermarktung sind.

19.06.2017 09:47 • von Jonas Kiß
Ihre Musik wird noch heute gehört - auch auf Tonträgern: die Beatles (Bild: Apple Corps. Ltd)

Der Anteil von physischen Tonträgern am Gesamtumsatz sinkt beständig. Doch im Kataloggeschäft sieht das anders aus. MusikWoche fragte ausgewählte Experten, inwiefern CD und LP unverzichtbarer Bestandteil bei der Backkatalogvermarktung sind.

"Trotz der deutlich zunehmenden Bedeutung des digitalen Geschäfts ist der Anteil des physischen Backkatalogs immer noch ungebrochen hoch", sagt Lutz Stöver, Head of Catalogue Management Warner Music Group Central Europe. "Speziell durch den demographischen Bruch innerhalb der verschiedenen digitalen und physischen Konfigurationen sind in bestimmten Altersgruppen hochwertige physische Produkte ein wichtiger Kaufanreiz für den Musikfan."

Gefragt seien liebevoll und aufwändig gestaltete Boxsets, originalgetreue Vinylveröffentlichungen und hochwertige Deluxe-Editionen. Als Beispiele nennt Stöver die nach Karrierephasen aufgeteilten Boxsets von David Bowie, die aktuellen Vinylveröffentlichungen von Iron Maiden sowie Re-Issue-Serien von Phil Collins, Jethro Tull oder Fleetwood Mac.

"Ebenso wichtig bleibt aber auch die herausragende Rolle und die damit verbundene Unterstützung des stationären Handels. Unsere Analysen zeigen, dass der Fan sich immer noch an der breiten Auswahl des Katalogs im Handel orientiert, und Kaufentscheidungen häufig spontan getroffen werden." Gemeinsam mit den Handelspartnern entwickele man bei Warner Music "laufend kreative Ideen", um ein nachhaltiges und vielschichtiges Musikangebot am POS sicherzustellen."

Was Stefan Kleist (Edel), Moritz Trapp (Universal Music Strategic Marketing), Ken Otremba (Telamo),Clemens Fiedler (Sony Music Commercial),Tom Redecker (Sireena Records/Shack Media)und Detlev Hoegen (Bear Family) zum Thema sagen, lesen Abonnenten in MusikWoche Heft 21/2017, im Livepaper oder .