chartwoche.de

UK-Charts: Beatles-Klassiker siegt zum Jubiläum

In den UK-Longplaycharts stürmen die Beatles mit dem zum 50-jährigen Jubiläum frisch wiederaufgelegten Album "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band" an die Spitze. Bei den Singles ist Luis Fonsis "Despacito" nun der langlebigste fremdsprachige Nummer-eins-Hit in der UK-Chartsgeschichte.

06.06.2017 16:34 • von Frank Medwedeff
Wieder obenauf in den UK-Charts: The Beatles (Bild: Apple Crops. Ltd.)

In den UK-Longplaycharts stürmen die Beatles mit Sgt von Platz 84 aus auf die Pole Position. Der zum 50-jährigen Jubiläum neu gemasterte und in mehreren Editionen frisch wiederaufgelegte Albumklassiker aus dem Jahre 1967 erzielte in der aktuellen Erhebungswoche nach Angaben der Official Charts Company 37.000 kombinierte Chartsverkäufe.

"Sgt. Pepper's" verbringt insgesamt seine 28. Woche auf dem Albumcharts-Thron im Vereinigten Königreich. Es ist mit bis dato 5,2 Millionen abgesetzten Exemplaren das meistverkaufte reguläre Studioalbum aller Zeiten in Großbritannien und belegt Rang drei der dortigen "ewigen Gesamtbestsellerliste" hinter den Samplern Greatest Hits" von Queen und Gold" von Abba.

Die Beatles verdrängen Ed Sheeran mit ÷ (Divide)" auf die zweite Position, während der Rag'n'Bone Man mit Human" weiterhin beharrlich auf Rangstufe drei verweilt.

The Charlatans entern das Tableau mit "Different Days" an vierter Stelle. Dies ist das zehnte Top-10-Album für die Band - und ihre höchste Notierung seit dem zweiten Platz mit "Wonderland" im Jahr 2001.

Harry Styles rutscht mit dem Album, das ebenfalls seinen Namen trägt, von zwei auf fünf, während sich J Hus mit "Common Sense" um eine Position auf die Sechs verbessert. Drake rückt mit More Life" von neun auf sieben vor.

"The Amazons", das Debütalbum der gleichnamigen Rockband aus Reading, ist Neuzugang auf Platz acht. Little Mix kehren mit ihrem ehemaligen Spitzenreiter Glory Days" per Steigerung von 16 auf neun in die Top 10 zurück. An deren Ende steht nun Engelbert Humperdinck mit seiner Werkschau "50".

Auf Rang elf steigt Bryson Tiller mit "True To Self", der neuen Nummer eins der US-Albumcharts, ein. Elkie Brooks ist mit ihrem Karriereüberblick "Pearls - The Very Best Of" auf Platz 14 neu gelistet.

In der vierten Woche ganz oben bei den Singles rangiert Despacito" von Luis Fonsi & Daddy Yankee im Remix mit Justin Bieber - anhand von diesmal über 129.000 kombinierten Charts-Einheiten, in die neben 59.000 bezahlten Downloads rund 10,6 Millionen Streams eingeflossen sind.

Trotz Justin Biebers englischsprachigen Beigaben wertet die Official Charts Company den auch in dieser Version vorwiegend auf Spanisch intonierten Track als mittlerweile "am längsten regierenden fremdsprachigen" Nummer-eins-Hit in der Geschichte der britischen Singlescharts - vor "Chanson D'Amour" von The Manhattan Transfer mit drei Wochen auf eins anno 1977.

Platz zwei belegt nach wie vor I'm The One" von DJ Khaled feat. Justin Bieber, Quavo, Chance the Rapper & Lil Wayne. Auch ohne Bewegung auf Platz drei verharrt Liam Payne mit Strip That Down", seiner Single in Kollaboration mit Quavo. Wiedereinsteiger auf Platz vier ist "Liar Liar" von Captain Ska, ein Protestsong gegen die britische Premierministerin Theresa May, der Shawn Mendes und There's Nothing Holdin' Me Back" auf Platz fünf zurückschiebt.

Den Sprung in die Top 10 schafft in dieser Woche noch die von Rang zwölf auf acht verbesserte Aufnahme Mama" von Jonas Blue feat. William Singe. Für den höchsten Neueinstieg der Woche zeichnet Rita Ora verantwortlich, deren Titel Your Song" auf Platz 13 debütiert.

Alle Charts von MusikWoche im Überblick finden Abonnenten hier.