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Alte Bekannte in den GEMA-Charts der E-Musik 2015

Jeweils zum Jahresende veröffentlicht die GEMA ihre Bestsellerlisten aus den Sparten Tonträger, Download, Live (E-Musik), Live (U-Musik), Radio, Diskotheken und - zum ersten Mal dabei - Streaming. In der Sparte Live (E-Musik) werden die Live-Aufführungen aus dem Bereich der ernsten Musik abgebildet.

09.01.2017 09:50 • von Manfred Gillig

Die Jahresrückblicke 2016 sind inzwischen abgefeiert. Die Mühlen der GEMA hingegen mahlen langsam und gründlich, und so liefert die Verwertungsgesellschaft - wie immer zum Jahresende - noch ihre Bestsellerlisten des Jahres 2015 aus den Sparten Tonträger, Download, Live (E-Musik), Live (U-Musik), Radio, Diskotheken und - zum ersten Mal dabei - Streaming.

Damit steht zwölf Monate nach dem Ende des Erhebungszeitraums nun fest, welche Urheber mit welchen Titeln 2015 bei der GEMA-Abrechnung am erfolgreichsten waren. In der Sparte Live (E-Musik) werden die Live-Aufführungen aus dem Bereich der ernsten Musik abgebildet. Hier bestimmen Komponisten des 20. Jahrhunderts das Bild, weil deren Werke noch unter die Schutzfrist fallen.

2014 fanden sich noch drei Kompositionen von Richard Strauss, dessen 150. Geburtstag man am 11. Juni feierte, in den Top Ten. Diese finden sich dort nicht mehr, und so rücken wieder alte und bewährte Bekannte auf: "Der Feuervogel" von Igor Strawinsky stand 2013 auf Platz fünf, und da steht er auch 2015 wieder. Das "Adagio For Strings" von Samuel Barber belegte 2013 den sechsten Rang und kehrt 2015 auf neun in die Top Ten zurück. Platz neun ist doppelt belegt, weil das Barber-Adagio und die "Suite Nr. 2" von Dimitri Schostakowitsch 2015 Punktgleichheit bei den Aufführungszahlen erreichten.

Mit der "Candide"-Ouvertüre von Leonard Bernstein auf sieben und der zweiten Symphonie von Jean Sibelius auf acht gibt es zwei Neuzugänge. Ansonsten finden sich in der E-Musik-Liste die üblichen Verdächtigen. "Peter und der Wolf" von Sergei Prokofjeff steht wie im Vorjahr auf eins, "A Simple Symphony" von Benjamin Britten fällt von zwei auf vier, die "Carmina Burana" von Carl Orff steigen von vier auf zwei. Und dann sind da noch die beiden Dauerbrenner von Jean Sibelius: das "Konzert in d-moll" (von fünf auf sechs) und die Tondichtung "Finlandia" (von sechs auf drei).

Die GEMA-Gewinner des Jahres 2015: Live (E-Musik)

(in Klammern die Position von 2014)

1. (1.) "Peter und der Wolf" - K. & T.: Sergei Sergejewitsch Prokofjeff

2. (4.) "Carmina Burana" - K & T: Carl Orff

3. (6.) "Finlandia: Tondichtung" - K.: Jean Sibelius

4. (2.) "A Simple Symphony" - K.: Benjamin Britten

5. (-) "Der Feuervogel" - K.: Igor Strawinsky

6. (5.) "Konzert in d-moll" - K.: Jean Sibelius

7. (-) "Candide: Overture" - K.: Leonard Bernstein

8. (-) "Symphonie Nr. 2 D-Dur" - K.: Jean Sibelius

9. (-) "Adagio For Strings" - K.: Samuel Barber

9. (10.) "Suite Nr. 2" - K.: Dimitri Schostakowitsch