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UK-Charts: Zwei Sänger an der Alben-Spitze, OCC passt Regeln an

Fünf Wochen lang lagen sie auf Schlagdistanz zur Spitze, nun schieben sich Michael Ball und Alfie Boe mit "Together" auf Platz eins der britischen Longplay-Charts. Bei den Singles bleiben Clean Bandit in Front. Hier kündigt die Official Charts Company an, ihren Streamingkoeffizienten neu zu justieren.

19.12.2016 17:26 • von

Fünf Wochen lang lagen die beiden Sänger auf Schlagdistanz zur Spitze, nun schieben sich Michael Ball und Alfie Boe mit ihrem über Decca und Universal Music vermarkteten Album "Together" auf Platz eins der britischen Longplay-Charts. Einzeln brachten es die beiden Künstler bereits zuvor auf zusammengezählt elf Alben in den britischen Top Ten, Alfie Boe landet nun jedoch mit "Together" erstmals ganz vorn, Michael Ball immerhin erstmals seit dem Erfolg mit seinem Debütalbum aus dem Jahr 1992.

Die Chartsermittler der Official Charts Company registrierten für "Together" 96.000 kombinierte Chartseinheiten. Damit liegen Michael Ball und Alfie Boe um 26.000 Wertungspunkte vor den Rolling Stones mit Blue & Lonesome", die nun auf zwei rücken, und Little Mix, die mit Glory Days" Position drei halten. Ebenfalls weiterhin stabil auf den Rängen vier und fünf rangieren mit The Wonder Of You" das Album mit orchestralen Neubearbeitungen von Elvis-Presley-Songs sowie 24HRS" von Olly Murs.

Bei den Singles liegen Clean Bandit feat. Sean Paul & Anne-Marie mit Rockabye" in der sechsten Woche in Folge in Führung und verteidigen den Spitzenplatz mit einem Vorsprung von 15.000 Chartseinheiten vor Just Hold On" von Louis Tomlinson. Das frühere Mitglied von One Direction stellt in Zusammenarbeit mit Steve Aoki auf Position zwei den höchsten Neueinsteiger der Woche, gefolgt von "X-Factor"-Sieger Matt Terry, der mit dem von Ed Sheeran geschriebenen Song "When Christmas Comes Around" neu auf Rang drei einsteigt. Starboy" von The Weeknd und Daft Punk rutscht dahinter von Platz drei auf vier, während der Rag'N'Bone Man mit Human" im britischen Heimatmarkt von acht auf fünf klettert.

Bei den Singles kündigen die Chartsermittler der Official Charts Company derweil eine Regelanpassung an, wie OCC-Boss Martin Talbot im Gespräch mit "Musicweek" bestätigte: Angesichts der Zuwächse der Streamingabrufe sollen ab Anfang Januar 150 Streams bei den Singles wie ein Download gewertet werden, bislang entsprachen 100 Streams einem verkauften Song. Damit reagiere man auf das sich weiter verändernde Nutzerverhalten, sagt Talbot: 2014, als Streaming bei den Singles Einzug in die britischen Charts hielt, wurden in UK noch rund 275 Millionen Abrufe pro Woche gezählt, inzwischen sind es rund 990 Millionen.