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US-Charts: Jason Aldean setzt Siegesserie fort

Countrysänger Jason Aldean bringt mit "They Don't Know" sein drittes Studioalbum in Folge auf Platz eins der US-Longplay-Charts. Es ist das erste Countryalbum in diesem Jahr an der Spitze der Billboard 200.

19.09.2016 15:35 • von Frank Medwedeff
Erneut ganz oben in den Billboard 200: Countrystar Jason Aldean (Bild: Sony Music)

In den US-Longplay-Charts schwingt sich Jason Aldean mit "They Don't Know" von null auf eins. Nielsen Music registrierte in der ausgezählten Erhebungswoche 138.000 sogenannte "Equivalent Album Units", davon 131.000 traditionelle Albumverkäufe.

"They Don't Know" ist das dritte Studioalbum Aldeans hintereinander, dass es auf die Spitzenposition der Billboard 200 geschafft hat. Zuvor triumphierte der Countrysänger bereits 2012 mit Night Train" (409.000 verkaufte Kopien in der Startwoche) sowie 2014 mit Old Boots, New Dirt" (278.000 Albumverkäufe). In seiner Gesamtbilanz hat der im US-Bundesstaat Georgia geborene Künstler zudem noch drei weitere Longplayer in den Top Five zu Buche stehen: Relentless" (Platz vier 2007), Wide Open" (ebenfalls auf vier 2009) sowie My Kinda Party", eine Nummer zwei anno 2010.

"They Don't Know" ist im laufenden Jahr 2016 das erste Countryalbum auf der Pole Position der US-Albumhitliste. Letzter Countrykünstler am Gipfelkreuz der Billboard 200 war zuvor im November 2015 für zwei Wochen Chris Stapleton mit Traveller".

Drake verbessert sich in der aktuellen Charts-Woche mit seinem Dauerbrenner Views" wieder von drei auf zwei anhand von 59.000 Charts-Einheiten. Allein gut 43.000 Units entstammen aus den eingerechneten 63,8 Millionen Streamings von Tracks des Albums. Von vier auf drei herauf geht in dieser Woche der Soundtrack zum Kinofilm Suicide Squad" (52.000 Einheiten).

Die britsche Band Bastille entert das Terrain mit Wild World" mittels 43.000 Einheiten (davon 35.000 verkaufte Alben) auf Platz vier und kann sich somit über ihre erste Top-Ten-Notierung in den Vereinigten Staaten freuen.

Ein neues Karrierehoch mit dem Einzug ihres neuen Studiowerks "Signs Of Light" auf Platz fünf (40.000 Einheiten; 37.000 pure Albumverkäufe) zelebriert die Formation The Head And The Heart. Für die Band aus Seattle stellte bisher ein zehnter Rang für Let's Be Still" 2013 die höchste Ranglistenposition dar.

Von null auf sieben gelangen angesichts 36.000 erzielten Charts-Units (35.000 pure Albumverkäufe) die Beatles mit Live At The Hollywood Bowl" - laut "Billboard" das 32. Album der "Fab Four" in den Top Ten der US-Album-Charts. Die Zusammenstellung aus drei Konzerten in der Hollywood Bowl in Los Angeles 1964 und 1965 enthält die tontechnisch neu gemixten und aufbereiteten Aufnahmen des 1977 veröffentlichten Albums "The Beatles At The Hollwood Bowl" und vier Bonustracks.

Neu dabei auf Rang acht ist Jack White mit seiner Zusammenstellung Acoustic Recordings - 1998 - 2016" anhand von 32.000 Charts-Einheiten (bei 30.000 traditionellen Albumberkäufen). Die Platte enthält alternative Versionen und Mixe sowie bislang unveröffentlichte Titel von Jack White solo oder mit seinen Bands The White Stripes und The Raconteurs. Überdurchschnittliche Verkäufe erzielten Whites gesammelte Akustikeinspielungen auf Vinyl: 12.000 verkaufte Exemplare binnen einer Woche sind der höchste Wert für ein Vinylalbum in den USA seit Juli dieses Jahres, als 20.000 Langspielplatten von Blink-182s California" binnen sieben Tagen im US-Markt weggingen. Jack White hält mit 40.000 Wochenverkäufen auf Vinyl von Lazaretto" 2013 übrigens auch den US-Vinyl-Rekord seit Einführung der exakten elektronischen Chartsermittlung durch Nielsen Music 1991.

Die aktuellen Top Ten der Billboard 200 komplettieren mit jeweils rund 30.000 Einheiten Ariana Grandes Dangerous Woman" (rauf von elf auf neun) und "Dig Your Roots" von Florida Georgia Line (runter von fünf auf zehn).

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