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US-Charts: Barbra Streisand landet elfte Nummer eins

Barbra Streisand übernimmt mit "Encore: Movie Partners Sing Broadway" die Spitze der US-Longplay-Charts und liegt mit nunmehr elf Nummer-eins-Alben gleichauf mit Bruce Springsteen an dritter Stelle der erfolgreichsten Acts aller Zeiten.

05.09.2016 14:21 • von Frank Medwedeff
Ein wahres Langzeitphänomen in der US-Charts-Geschichte: Barbra Streisand (Bild: Sony Music)

Barbra Streisand schnellt mit Encore: Movie Partners Sing Broadway" direkt an die Spitze in den US-Longplay-Charts. Nielsen Music zählte 149.000 Charts-Einheiten, darunter 148.000 Albumverkäufe.

Auf "Encore" singt die Streisand Songs aus bekannten Musicals mit Unterstützung namhafter Schauspieler wie Hugh Jackman, Jamie Foxx, Alec Baldwin oder Anne Hathaway. Es ist bereits ihr elftes Nummer-eins-Album in den USA. Damit liegt sie nun gleichauf mit Bruce Springsteen an dritter Stelle der ewigen Bestenliste: Die einzigen Acts mit noch mehr Spitzenreitern in den Billboard 200 sind die Beatles mit 19 und Jay-Z, der hier mit 13 Longplayern triumphierte.

Zum ersten Mal ganz oben stand die Streisand hier am 31. Oktober 1964 mit dem Album People". Die Zeitspanne bis zum aktuellen Charts-Sieg von 51 Jahren und zehn Monaten ist die längste in der Geschichte der US-Longplay-Charts, die je zwischen zwei Nummer-eins-Alben eines Acts lagen. Einmalig ist auch Streisands Leistung, in sechs aufeinanderfolgenden Jahrzehnten Tabellenführer in den Billboard 200 gelandet zu haben.

Den neuerlichen Sieg holt sich die Sängerin und Schauspielerin indes nur mit knappem Vorsprung von rund 4000 Charts-Units auf Florida Georgia Line: Das Countryduo entert die Hitliste mit seinem Album "Dig Your Roots" mittels 145.000 Einheiten (darunter 126.000 verkauften Alben) auf Platz zwei. Und von null auf drei schafft es Britney Spears mit Glory" (111.000 Einheiten, davon 88.000 Albumverkäufe). Erstmals seit November 2015 haben die ersten drei der US-Longplay-Charts damit wieder jeweils mehr als 100.000 Wocheneinheiten zu Buche stehen.

Drake rutscht mit Views" von zwei auf vier ab (72.000 Einheiten), Frank Ocean mit "Blonde" respektive "Blond" von eins auf fünf (67.000) und der Soundtrack zu Suicide Squad" von drei auf sechs (63.000).

Beyoncé klettert mit Lemonade" wieder von 13 auf sieben, nachdem sie am 28. August bei den MTV Video Awards acht Preise abräumte und live auftrat. "Billboard" nennt für "Lemonade" keine aktuelle Wochenzahl an Einheiten, verweist aber auf einen 106-prozentigen Zuwachs in punkto verkaufte Alben auf 26.000.

Der Rapper Young Thug kommt als Neueinsteiger mit "Jeffery" auf Platz acht anhand von 37.000 Units (und darunter 18.000 puren Albumverkäufen). Rihannas Album Anti" rutscht von acht auf neun (32.000 Einheiten) und Blurryface" von den Twenty One Pilots von sechs auf zehn (30.000).