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SAE schreibt Praxis groß

Vor 40 Jahren gründete Tom Misner das SAE Institute in Sydney. Was als Ausbildungseinrichtung für Tontechniker begann, umfasst mittlerweile weltweit ein Ausbildungsangebot für Berufe in der Kreativ- und Medienwirtschaft in 28 Ländern auf vier Kontinenten.

08.08.2016 09:47 • von Jonas Kiß
Feiert 2016 ein Jubiläum mit 40 Jahren SAE: Chris Müller (Bild: SAE Institute)

In Deutschland ist der Bildungsträger seit 30 Jahren aktiv und feiert damit 2016 sogar ein doppeltes Jubiläum. 1986 eröffnete das erste deutsche SAE Institute in München. Mittlerweile gibt es acht deutsche Standorte, einen in Österreich und zwei in der Schweiz. "Wir vermitteln unseren Studenten vor allem eine praxisnahe Ausbildung", sagt Chris Müller, Geschäftsführer SAE Institute DACH.

Dabei helfen nicht zuletzt die vielen Dozenten aus der Industrie, die ihre Expertise aus dem Job mitbringen und die Studenten auf dem neuesten Stand halten. "Außerdem legen wir Wert auf eine moderne und umfassende technische Ausstattung, die wir an unseren Standorten für die einzelnen Ausbildungsgänge bereitstellen", so Müller.

Enges Netzwerk zu Ehemaligen

"Unsere Absolventen realisieren an der SAE bereits eigene Projekte und können daher nach ihrem Abschluss in den Firmen sofort Aufgaben übernehmen", sagt Chris Müller. Ein weiterer Vorteil des SAE Institute ist das Alumni-Netzwerk. "Es steckt so viel Wissen in unseren Absolventen, das wir für unsere Studenten bewahren wollen", sagt Chris Müller. Das Netzwerk umfasst 10.000 Absolventen nur im deutschsprachigen Raum.

Einmal im Jahr treffen sie sich zur länderübergreifenden SAE Alumni Convention, die in diesem Jahr am 11. und 12. Oktober in Köln stattfindet. Was als Plattform zum Erfahrungsaustausch begann, findet 2016 als professionelles Businessevent mit Messe, Recruiting- und Seminarteil statt. "In diesem Jahr wird natürlich auch das Jubiläum ein großes Thema sein", betont Chris Müller.

Lebenslanges Lernen als Anspruch

Der Fokus auf die aktuellen Entwicklungen entspricht auch dem Anspruch des lebenslangen Lernens, den das SAE Institute seinen Studenten vermittelt. "Unsere Studieninhalte sind immer dann aktuell, wenn die Absolventen in den Job wechseln. Es ist aber ein ganz wichtiger Punkt, dass sie sich nicht auf ihrem Wissen ausruhen, sondern sich ständig weiterbilden." Vor allem deshalb genieße das SAE Institute einen guten Ruf in der Industrie. "Unsere Ausbildung ist sehr komprimiert", betont Chris Müller. "Dauert ein Studium zu lange, ist die Hälfte des Wissens schon wieder überholt." Deswegen gibt es ein SAE Diploma bereits nach 18 Monaten, ein Bachelor Abschluss dauert 24 Monate.

Welchen Wandel die Ausbildung selbst durchlaufen hat, zeigt ein Rückblick: Als der erste Kurs in Sydney an der School of Audio Engineering startete, arbeiteten Tontechniker noch mit analogen Bandmaschinen. Mit der zunehmenden Digitalisierung passte sich auch die Ausbildung an. Zunächst berücksichtigte sie den technologischen Fortschritt im Audiobereich, später kamen noch die Fachbereiche Multimedia, Film und Games hinzu.

Heute besuchen 2900 Studenten die Einrichtungen im deutschsprachigen Raum, davon spezialisieren sich gut 40 Prozent auf das Musikgeschäft mit den Studiengängen "Audio Production" und "Music Business". Um den permanenten Wandel in der Ausbildung gerecht zu werden, investiert das SAE Institute in seine Standorte. So zieht die Medienschule in Berlin im September in einen neuen Campus im Cuvryspeicher um, der Studierenden einen großen Lernbereich mit Workstations für alle Fachbereiche bietet.