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UK-Charts: Beyoncé vor Prince

Beyoncé schnellt mit "Lemonade" wie in den USA auch in den UK-Longplay-Charts von null auf eins; und auf den Plätzen zwei bis vier folgen lauter Alben von Prince, der in den Top 100 gar 13 Mal posthum präsent ist. Singles-Champion Drake stellt einen neuen Streamingrekord auf.

02.05.2016 16:28 • von Frank Medwedeff
Auch in Großbritannien top: Beyoncé (Bild: Sony Music)

Auch den britischen Musikkonsumenten schmeckt die von Beyoncé ausgeschenkte Lemonade": Ihr Album dieses Namens schnellt in den UK-Longplay-Charts wie in den USA von null auf eins. Die Official Charts Company registrierte 73.000 kombinierte Charts-Verkäufe in der Startwoche, womit "Lemonade" abgesehen von Compilations das "zweitschnellstverkaufte" Album des Jahres 2016 bis dato im Vereinigten Königreich sei - nach David Bowies Blackstar". Beyoncé verbucht auf der Insel ihren dritten Albumspitzenreiter als Solokünstlerin nach Dangerously In Love" (2003) und 4" (2011).

In der aktuellen Hitliste folgen drei Alben von Prince, der am 21. April 2016 unter nach wie vor ungeklärten Umständen starb, hintereinander: The Very Best Of" springt von 18 auf zwei, Ultimate" von zehn auf drei und Purple Rain" von 55 auf vier. In den Top 100 tauchen sogar noch zehn weitere Prince-Tiel auf: The Hits/The B-Sides" auf Rang 13, Sign O'The Times" auf 15, 1999" (28), Parade" (41), Around The World In A Day" (47), HitnRun Phase One" (50), Diamonds And Pearls" (51), Dirty Mind" (61), Lovesexy" (75), der Batman"-Soundtrack (92) sowie Art Official Age" (94).

Zurück in die Top Ten: Sia verbessert sich hier mit This Is Acting" leicht von sechs auf fünf, während Adeles 25" von zwei auf sechs fällt - und damit erstmals überhaupt nicht mehr unter den ersten Fünf rangiert. Den zweithöchsten Neueinstieg schafft Katherine Jenkins mit Celebration", dem Album der Mezzosopranistin zum 90-jährigen Geburtstag von Königin Elizabeth der Zweiten.

Justin Bieber geht mit Purpose" um drei Stellen nach unten auf die Acht, während Jess Glynnes I Cry When I Laugh" an neunter Position verharrt. Aled Jones schlittert mit "One Voice" von drei auf zehn.

Die UK-Singles-Hitliste behält Drake fest im Griff: One Dance", seine Aufnahme mit Unterstützung von WizKid & Kyla, rangiert hier in der dritten Woche nacheinander ganz oben. Die 129.000 Charts-Einheiten diesmal setzen sich laut der Official Charts Company aus gut 50.000 Downloads und eingerechneten 7,86 Millionen Streams zusammen, womit "One Dance" eine neue Bestmarke auf der Insel als neuer Rekordsong mit den meisten Streamingabrufen binnen einer Woche überhaupt setzt: Den Rekord hielt bisher Adele mit 7,32 Millionen Streamings von Hello" innerhalb von sieben Tagen im Oktober 2015.

Sias Cheap Thrills" bleibt die Nummer zwei, gefolgt von Mike Posner und dessen Renner I Took A Pill In Ibiza". Die US-Band DNCE steigert sich mit Cake By The Ocean" von neun auf vier und schiebt Work From Home" von Fifth Harmony feat. Ty Dolla $ign auf fünf.

Purple Rain" von Prince & The Revolution, der Soundtrack des gleichnamigen Albums und Kinofilms, stürmt hier von 65 auf sechs. Die Top Ten komplettieren Tracks mit Tendenz nach unten: Zara Larssons Lush Life" (von sechs auf sieben), Faded" von Alan Walker (von sieben auf acht), Tinie Tempahs Girls Like" feat. Zara Larsson (von fünf auf neun) sowie 7 Years"von Lukas Graham (von acht auf zehn).

Longplay-Siegerin Beyoncé platziert hier die Nummer Hold Up" als höchsten Neuankömmling der Woche auf Position 17.

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