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UK-Charts: Adele und Justin Bieber nicht zu toppen

In den britischen Longplay-Charts wehrt Adele auch den Angriff von Coldplay und bleibt mit "25" die Nummer eins. Bei den Singles behält Justin Bieber die Doppelführung mit "Love Yourself" vor "Sorry".

14.12.2015 16:28 • von Frank Medwedeff
Selbst Coldplay bringen ihre Führungsrolle nicht ins Wanken: Adele (Bild: Alasdair McLellan)

Adele bleibt mit 25" die souveräne Tabellenführerin in den britischen Longplay-Charts. Die Official Charts Company zählte diesmal 354.000 abgesetzte Exemplare für das bei Streamingdiensten nicht verfügbare Album - den höchsten Wert für die dritte Verkaufswoche eines Longplayers seit 2008, als Take That mit The Circus" in Woche drei 382.000 verkaufte Exemplare erzielten.

An Adele kommen selbst Coldplay nicht vorbei, die als Neueinsteiger angesichts 236.000 kombinierten Verkäufen von "A Head Full Of Dreams" (das bei einigen großen Streamingdiensten wie Spotify und Deezer ebenfalls nicht zu haben ist oder zunächst nicht zu haben war) auf Platz zwei landen - und somit erstmals nicht sofort an der Spitze wie mit allen sechs Studioalben zuvor. Die Band um Sänger Chris Martin erzielt aber ihr bestes Erstwochenergebnis seit 2008 mit dem Album Viva La Vida Or Death And All His Friends", und "A Head Full Of Dreams" ist die bestverkaufte Nummer zwei auf der Insel seit Dezember 2010, als Rihanna 249.000 Käufer von Loud" nicht für die Pole Position reichten.

Für Elvis Presleys If I Can Dream" geht es um einen Platz nach unten auf drei mit diesmal 105.000 "kombinierten Charts-Einheiten". Ebenfalls eine Rangstufe abwärts auf die Vier nimmt Justin Bieber mit Purpose". Jess Glynne verharrt mit I Cry When I Laugh" auf der Fünf.

Little Mix sinken mit Get Weird" von vier auf sechs ab. Unverändert auf den Positionen sieben und acht rangieren Jeff Lynne's ELO mit Alone In The Universe" und Rod Stewarts Longplayer Another Country". Rückläufige Tendenz haben die Alben Made In The A von One Direction (von sechs auf neun) und Dark Sky Island"" von Enya (von neun auf zehn).

Fleur East, die 2014 in der TV-Castingshow "The X Factor" auf Platz zwei kam, bringt ihr Debütalbum "Love, Sax And Flashbacks" als zweithöchsten Neuzugang der Woche auf Platz 14.

In den UK-Singles-Charts behält Justin Bieber die Doppelführung: Der Song Love Yourself", an dem Ed Sheeran als Ko-Autor beteiligt ist, bleibt ganz oben vor Sorry". Einen Riesensatz um 65 Stellen auf Treppchenplatz drei macht das Stück Sweet Lovin'", das der DJ und Produzent Sigala im Verbund mit dem Soul-Pop-Sänger Bryn Christopher aufnahm.

Adeles Hello" fällt um eine Stelle auf die Vier zurück, während die australische Sängerin Grace in Kooperation mit US-Rapper G-Eazy mit "You Don't Own Me" den fünften Rang hält.

Justin Biebers What Do You Mean?" rutscht zwar von vier auf sechs, bleibt aber der dritte Song des Teenie-Idols aus Kanada in den britischen Top Ten. Jess Glynne klettert mit "Take Me Home" von acht auf sieben, während Fleur East mit "Sax" von sechs auf acht rutscht. Coldplay verbessern sich parallel zum Einstieg ihres neuen Albums mit dessen Auskopplung Adventure Of A Lifetime" von 15 auf neun und verbuchen damit bereits ihre 16. Top-Ten-Single auf der Insel. Von sieben auf zehn abwärts führt der Weg von MNEK & Zara Larsson mit Never Forget You"

Der höchste Neueinsteiger taucht erst auf Rang 51 auf: +1" von Martin Solveig feat. Sam White. Im Kommen sind bewährte Weihnachts-Hits: So springt Mariah Carey mit All I Want For Christmas Is You" von 35 auf 13. Rauf von 58 auf 20 geht es für "Fairytale Of New York" von The Pogues feat. Kirsty MacColl, und ebenfalls um 38 Ränge nach oben auf Position 27 steigt Last Christmas" von Wham!.

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