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UK-Charts: Adele lässt es krachen

Mit der Allzeit-Wochenbestmarke von 800.307 verkauften Alben düpiert Adele mit "25" die Konkurrenz in den UK-Longplay-Charts. Am ersten Verkaufstag machten die Absätze von "25" 46 Prozent des britischen Album-Marktes aus. Singles-Krösus bleibt Justin Bieber mit nunmehr drei Songs unter den ersten Vier und 18 Titeln in den Top 100.

30.11.2015 16:47 • von Frank Medwedeff
Beherrscht mit imposanten Zahlen die Longplay-Charts auf der Insel: Adele (Bild: Alasdair McLellan)

Adele springt mit mit ihrem als Stream bekanntlich nicht verfügbarem Werk 25" erwartungsgemäß direkt an die Spitze der UK-Longplay-Charts und düpiert dabei mit einer neuen Allzeit-Bestmarke von 800.307 in Großbritannien verkauften Alben binnen einer Woche die Konkurrenz. Laut der Official Charts Company sind dies mehr Verkäufe als die nächsten 86 Alben in den UK-Charts kumuliert erzielten - und mehr, als die letzten 19 Spitzenreiter in den UK-Album-Charts zusammengerechnet in der Startwoche aufweisen konnten. 252.000 Käufer erwarben das Album als Download. Damit verbessert Adele die bisherige Rekordwochenmarke von Ed Sheeran mit x" (gut 95.000) ebenfalls spektakulär.

313.000 Exemplare von "25" gingen auf der Insel bereits am ersten Tag weg, womit die Platte 46 Prozent des gesamten Longplay-Marktes im Vereinigten Königreich ausmachte, wie die Official Charts Company (OCC) anmerkt. Mehr Alben an einem Tag setzten in der UK-Charts-Historie allein Oasis mit 424.000 Einheiten von Be Here Now" im August 1997 ab.

Adeles voriges Album 21" steigt in seiner 186. Woche in den UK-Charts wieder von 29 auf 15. Es ist, wie die OCC bestätigt, mit 4,8 Millionen Einheiten das am zweitmeisten verkaufte Album aller Zeiten in Großbritannien nach Sgt von den Beatles (5,1 Millionen). Auch Adeles Debüt 19" steigt wieder signifikant von 55 auf 23.

Von drei auf zwei rauf geht in dieser Woche Elvis Presleys neue Veröffentlichung If I Can Dream" mit Begleitung durch das Royal Philharmonic Orchestra. Justin Biebers Purpose" rutscht dadurch um eine Stelle auf die Drei ab. Enya bringt ihr Comebackalbum Dark Sky Island" auf Anhieb auf Rang vier - und steht damit so weit oben in Großbritanniens Longplay-Rangliste wie zuletzt 1997 mit ihrer Best-of-Sammlung Paint The Sky With Stars", die damals ebenfalls auf den vierten Platz kam.

One Direction schlittern mit Made In The A von eins auf fünf; und ebenfalls abwärts bewegen sich Little Mix mit Get Weird" (von fünf auf sechs), Jeff Lynne's ELO mit Alone In The Universe" (von vier auf sieben) wie auch Jess Glynne und I Cry When I Laugh" (von sechs auf acht).

Das jetzt in einer Special Edition neu aufgelegte Album Never Been Better" von Olly Murs gelangt als Wiedereinsteiger auf Position neun, während Rod Stewarts Another Country" drei Plätze verliert und jetzt die Top Ten abschließt. Neue Editionen bringen auch Take That mit III" (Ptatz elf) und "The Very Best Of Cilla Black" (17) als Rückkehrer in die Top 20.

In den UK-Singles-Charts bleibt Justin Bieber der Krösus: Mit Sorry" behält er die Tabellenführung, und mit Love Yourself" steigt er von drei auf zwei. Der Teenieschwarm aus Kanada nimmt damit hier als erster Act simultan die ersten beiden Plätze ein seit 1985, als Madonna mit Into The Groove" vor Holiday" die Doppelspitze innehatte.

Hinter Adeles Hello" (von zwei auf drei) folgt aktuell schon der nächste Bieber-Song: What Do You Mean?" klettert um eine Position auf die Vier. Insgesamt ist Justin Bieber noch immer mit 18 Songs in den britischen Top 100 präsent.

Fleur East fällt mit "Sax" um eine Stelle zurück auf die Fünf, während sich MNEK & Zara Larsson mit Never Forget You" um eine Position hocharbeiten und nun auf der Sechs geführt sind. Jess Glynnes "Take Me Home" geht somit um einen Platz nach unten auf sieben.

Den höchsten Neueinstieg der Woche landet derweil Nathan Sykes, einstiges Mitglied der Boygroup The Wanted, mit "Over And Over Again", auf Platz acht. Dies ist seine höchste Notierung als Solokünstler bislang. One Direction verbessern sich mit Perfect" von zehn auf neun, während die Londoner Formation WSTRN mit "In2" von acht auf zehn sinkt.

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