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UK-Charts: One Direction und Justin Bieber räumen ab

In den UK-Longplay-Charts entscheiden One Direction mit der Jahresbestmarke von gut 93.000 Charts-Einheiten von "Made In the A.M." das Rennen gegen Justin Biebers "Purpose" für sich. Bieber hält sich indes bei den Singles schadlos mit der neuen Nummer eins "Sorry" und dem Rekord von acht Titeln in den Top 40.

23.11.2015 16:36 • von Frank Medwedeff
Bei den Alben knapp vor Justin Bieber im Ziel: One Direction (Bild: Sony Music)

Das Rennen der Teenie-Idole um die Pole Position der britischen Longplay-Charts entscheiden One Direction mit Made In The A vor Justin Biebers Purpose" für sich. Die englisch-irische Boygroup One Direction verbucht dabei mit 93.189 Charts-Einheiten (inklusive eingerechneter Streams) einen neuen Wochenrekord aller Alben auf der Insel in diesem Jahr. Auch Justin Bieber bleibt mit 90.596 von der Official Charts Company registrierten Einheiten noch über der bisherigen Wochenbestmarke für 2015 von Noel Gallagher's High Flying Birds mit Chasing Yesterday" (89.110 Einheiten) aus dem März.

Für One Direction ist dies der vierte UK-Longplay-Spitzenreiter nach Take Me Home" (2012), Midnight Memories" (2013) und Four" (2014).

Elvis Presleys If I Can Dream" mit dem Royal Philharmonic Orchestra rutscht in dieser Woche von eins auf drei. Neuzugang auf Platz vier ist Alone In The Universe", das Comeback von Jeff Lynne's ELO. Auf dem absteigenden Ast befinden sich hingegen Little Mix und ihr Album Get Weird" (von zwei auf fünf). Jess Glynne klettert mit I Cry When I Laugh" von neun auf sechs, während Rod Stewarts Another Country" von vier auf sieben sinkt.

Neuankömmling auf Rang acht ist Walzerspezialist André Rieu mit seinem Johann Strauss Orchestra und "Roman Holiday". Ed Sheeran geht mit x" folglich um eine Rangstufe nach unten auf die Neun. Der Sieger der elften Staffel der Castingshow "The X Factor", Ben Haenow, betritt die Szenerie mit seinem gleichnamigen Debütalbum auf dem zehnten Platz.

Nächster Neueinsteiger ist auf Platz zwölf Kylie Christmas", das Weihnachtsalbum von Kylie Minogue, womit die Australierin ihr 22. Album in den britischen Top 40 platziert. Auf Rang 17 frisch gelistet ist Nightbird" von der US-amerikanischen Sängerin Eva Cassidy, die erst nach ihrem Tod 1996 berühmt wurde. "Nightbird" enthält ihr komplettes Konzert im Blues Alley in Washington, D.C., aus dem Jahr 1995.

In den UK-Singles-Charts klettert Justin Bieber mit Sorry" von zwei auf eins aufgrund 104.000 sogenannter "kombinierter Charts-Verkäufe" (inklusive eingerechneter 5,35 Millionen Streamings des Songs) in der aktuellen Erhebungswoche. Er verdrängt Adele mit Hello" an die zweite Stelle. Höchster Neuzugang der Woche ist mit Love Yourself" auf Rang drei der nächste Bieber-Song, der "Sax" von Fleur East vom Treppchen auf die Vier schubst. Biebers erste britische Nummer-eins-Single, What Do You Mean?", steigt von sieben auf fünf.

Insgesamt platziert Bieber acht Titel in den Top 40 - womit laut der Official Charts Company er den bisherigen Allzeitrekord für einen zum Zeitpunkt der Charts-Erhebung lebenden Act von Elvis Presley aus dem Jahre 1957 mit damals sieben Songs unter den ersten 40 verbessert. In den Top 100 finden sich in dieser Woche sogar insgesamt 19 Aufnahmen Justin Biebers - und 13 Titel von One Direction, angeführt von Perfect" auf Platz zehn.

Dabei ist die Kampagne für die Eagles Of Death Metal, deren Aufnahme Save A Prayer" nach dem blutigen Anschlag währen ihres Konzerts am 13. November im Le Bataclan in Paris als Zeichen gegen den Terror auf Platz eins der Charts zu hieven, letztlich etwas untergegangen: Ihre Coverversion eines Hits von Duran Duran aus den Achtzigern steigt in dieser Woche lediglich auf Platz 53 in die UK-Charts ein.

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