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Charts KW 49: Helene Fischers Weihnachtsalbum auf dem Gipfel

In den Top 100 Longplay der Offiziellen Deutschen Charts katapultiert sich Helene Fischer mit "Weihnachten" direkt an die Spitze und landet hier ihre vierte Nummer eins - vor den weiteren Neueinsteigern One Direction und Justin Bieber. Bei den Singles bleibt Adeles "Hello" unschlagbar, während Justin Bieber hier neun Songs platziert - darunter drei in den Top Ten.

20.11.2015 16:37 • von Frank Medwedeff
Mit ihrer Weihnachtsliedersammlung erwartungsgemäß ganz oben: Helene Fischer (Bild: Kristian Schuller/Universal Music)

In den Top 100 Longplay der Offiziellen Deutschen Charts katapultiert sich Helene Fischer mit Weihnachten" direkt an die Spitze. Es ist hier die vierte Nummer eins ihrer Karriere - nach Für einen Tag" (2011), Für einen Tag - Live 2012" und ihrem Dauerbrenner Farbenspiel" von 2013. Im Zuge des neuerlichen Triumphs von Deutschlands derzeit populärster Sängerin steigt auch "Farbenspiel" (inklusive Farbenspiel Live - Die Stadion-Tournee" und den weiteren Live-Varianten zum Erfolgsalbum) wieder von 13 auf zehn und Fischers Best Of"-Kollektion von 62 auf 43.

Internationale Teenager-Idole kommen ebenfalls als Neueinsteiger aufs Podium: One Direction aus Großbritannien, nach dem Ausstieg von Zayn Malik vom Quintett zum Quartett verkleinert, setzen sich nach der ersten Verkaufswoche von Made In The A auf Platz zwei, und der Kanadier Justin Bieber geht mit Purpose" ohne Umweg auf drei.

Nächster Neuzugang ist auf Rang sechs der in mehreren Formaten erhältliche Konzertmitschnitt Slowhand At 70 - Live At The Royal Albert Hall" von Eric Clapton. Ein erfolgreiches Comeback zu vermelden gibt es für Jeff Lynne's ELO mit dem Einzug von Alone In The Universe" auf Listenplatz sieben.

Der Spitzenreiter der letzen Woche, Cla$$ic" von Bushido & Shindy, findet sich nun an achter Stelle wieder.

Neu auf Rang 16 bringt es Neil Young mit "Bluenote Café" aus seinen "Archives Series": Das Doppelalbum bietet Mitschnitte von seiner 1988er Tour. Auf Rang 28 taucht Peter und der Wolf in Hollywood" auf, eine neue Version des musikalischen Märchens von Sergej Prokofjew mit Campino von den Toten Hosen als Erzähler und dem Bundesjugendorchester unter Leitung von Alexander Shelley.

Direkt in die Top 50 bringen es zudem Kylie Minogue mit Kylie Christmas" (34) sowie Unheilig mit der Vinyl-Box Schwarzes Gold 2000 - 2014" (45).

In den Top 100 Singles dominiert Adele mit Hello" in der vierten Woche nacheinander das Geschehen. Weiterhin halten sich dahinter Glasperlenspiel mit Geiles Leben" sowie Louane mit Avenir" auf den übrigen Treppchenplätzen. Justin Bieber verbessert sich parallel zu seinem erwähnten Einstieg bei den Alben mit dem Titel Sorry" von fünf auf vier. Mit dem Neuzugang Love Yourself" auf Position sieben und What Do You Mean?" auf der Acht platziert Bieber insgesamt drei Titel gleichzeitig in den Top Ten - und ist gar neunmal in den Top 100 präsent.

Die Eagles Of Death Metal, deren Konzert im Bataclan in Paris IS-Terroristen zu einem Blutbad mit rund 90 Toten machten, landen mit Save A Prayer" den zweithöchsten Neueinstieg der Woche auf Rang 48. Die Coverversion des 1982er- Hits von Duran Duran wurde angetrieben durch eine Initiative in den sozialen Medien, die zum Kauf des Titels als Zeichen gegen den Terror aufgerufen hatte. Zeitgleich bringen die Eagles Of Death Metal, oder kurz EODM, auch ihr aktuelles Album Zipper Down" als Wiedereinsteiger auf Platz 69 in die Top 100 Longplay.

In den Top 30 Compilations lösen sich Titel aus der "Bravo"-Familie an der Tabellenspitze ab: Von null auf eins schwingt sich hier der Jahresrückblick Bravo - The Hits 2015" und schiebt die Bravo Hits 91" nach siebenwöchiger Vorherrschaft auf den zweiten Platz zurück. Auch die Club Sounds Vol gehen um eine Stufe nach unten auf die Drei.

Als Neuzugänge gelistet sind hier neben dem neuen Spitzenreiter noch Schlager 2015" auf Platz sechs, Bayern 3 - Matuschkes Lieblinge Vol (13) sowie "Die große Weihnachtshitparade" (21).

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