Unternehmen

PRS, STIM und GEMA setzen ICE in Bewegung

Das von den drei Verwertungsgesellschaften GEMA, PRS for Music und STIM ins Leben gerufene Joint Venture ICE nimmt Gestalt an. So stehen drei Aufgabenbereiche und auch Personalzuständigkeiten fest.

02.11.2015 15:19 • von Dietmar Schwenger

Das von den drei Verwertungsgesellschaften GEMA, PRS for Music und STIM ins Leben gerufene Joint Venture ICE nimmt Gestalt an. So stehen drei Aufgabenbereiche fest. So soll künftig die Abteilung ICE Operations Abgleich- und Abwicklungsdienste bei Dienstleistungen im Bereich Urheberrecht übernehmen. ICE Services indes will sich um das Rechnungswesen, rechtliche Unterstützung und Geschäftsanalysen kümmern, während unter der Marke ICE Licensing das konsolidierte, internationale Lizenzieren von PRS for Music, GEMA, STIM und optionalen anderen Rechteinhabern über die Bühne gehen soll.

Auch die ersten Personalien sind fix. Ben McEwen wechselt von PRS for Music zu ICE, um dort als Commercial Director von ICE Licensing zu fungieren. Neil Jones wird von PRS for Music abgestellt für neue ICE-Aufgaben. Er soll als Services Director für das Joint Venture arbeiten. Bereits im Sommer war Robert Ashcroft als CEO von ICE ernannt worden - zusätzlich zu seinen Aufgaben als CEO für PRS for Music.

"Die DNA für das Zentrum wurde geformt aus denselben Eigenschaften wie die ICE Copyright Database, die wiederum geboren wurde aus der Zusammenarbeit und einem starken Willen, große Probleme im Markt zu lösen", sagt Ashcroft. "ICE ist wahrlich ein Massenmarktvorschlag, der den allermeisten Rechteinhabern und digitalen Dienstleistern in Europa gefallen wird."

Harald Heker, Vorstandsvorsitzender der GEMA, ist stolz darauf, dass man gemeinsam die verbesserte Version von ICE an den Start gebracht habe. "ICE bringt neue Ausmaße der Wirtschaftlichkeit, die allen Rechteinhabern zur Verfügung stehen und wird den Lizenzmarkt vereinfachen."

Die Partner verstehen ICE als das "erste Lizenz- und Verarbeitungszentrum für den paneuropäischen Musikmarkt". Das Unternehmen soll "einen vereinfachten Zugriff digitaler Musikdienste auf Musikrechte sowie die schnellere und genauere Lizenzierung und Abrechnung für Musikurheber und Verleger" ermöglichen.