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US-Charts: Überraschungscoup von Drake und Future

Die HipHop-Stars Drake und Future springen mit ihrem erst am 20. September mit nur einem Tag Vorankündigung veröffentlichten Werk "What A Time To Be Alive" sofort an die Spitze der US-Longplay-Charts - mit dem nach Charts-Einheiten drittbesten Wochenresultat aller Alben 2015 bislang.

28.09.2015 16:29 • von Frank Medwedeff
Siegen zusammen: Drake (links) und Future (Bild: Universal Music/Sony Music)

Die HipHop-Stars Drake und Future springen mit ihrem gemeinsamen Mixtape "What A Time to Be Alive" sofort an die Spitze der US-Longplay-Charts. Das Werk kam erst am Sonntag, dem 20. September, auf den Markt und zwar zunächst exklusiv als Download im iTunes Store und zum Streamen bei Apple Music.

In somit nur fünf Verkaufstagen und obwohl die Veröffentlichung erst einen Tag zuvor angekündigt wurde, erzielt die Kollaboration des Kanadiers Drake und des US-Amerikaners Future mit 375.000 Charts-Einheiten in der ausgewerteten Woche (bis einschließlich 24. September) laut Nielsen Music das drittbeste Wochenresultat aller Alben in den USA im laufenden Jahr 2015 bislang. Besser schnitten nur Drake mit seinem ersten "Überaschungsalbum" dieses Jahres, If You're Reading This It's Too Late" (535.000 Charts-Units in der Startwoche), und sein kanadischer Landsmann The Weeknd mit Beauty Behind The Madness" (412.000) ab. An reinen Albumverkäufen liegt "What A Time To Be Alive" mit 334.000 Exemplaren in der ersten Woche sogar auf Rang zwei der Jahresstatistik nach "If You're Reading This It's Too Late" mit 495.000.

Wie Drake verbucht auch sein Partner Future bereits sein zweites Nummer-eins-Album 2015 nach seinem Erfolg mit DS2" vor zwei Monaten. Zuletzt zwei Nummer eins-Alben in einem Kalenderjahr in den Billboard 200 auf seine Habenseite brachte 2013 Justin Timberlake mit The 20/20 Experience" und The 20/20 Experience - 2 Of 2"

Drake hat im Lauf seiner Karriere nun schon fünf Nummer-eins-Alben in den USA zu Buche stehen. Vor seinen beiden diesjährigen Coups siegte er auch bereits 2010 mit Thank Me Later", 2011 mit Take Care" und mit seinem 2013er Werk Nothing Was The Same"

In der aktuellen Hitliste setzt sich Lana Del Rey anhand von 116.000 Charts-Einheiten (davon 105.000 verkaufte Exemplare) von Honeymoon" ad hoc auf Rang zwei. Es ist hier ihr vierter Top-Ten-Erfolg, dabei das dritte Werk auf dem Podium. Die gebürtige New Yorkerin holte 2014 mit Ultraviolence" ihre einzige Nummer eins mit damals 182.000 abgesetzten Alben in der Startwoche. Die Platte erschien vor Einführung der Beimischung von Track-Downloads und -Streamings in die Album-Hitliste.

The Weeknd rutscht mit seinem oben erwähnten Longplayer "The Beauty And The Madness" nach dreiwöchiger Dominanz auf Rang drei ab (90.000 "Equivalent Album Units"). Von null auf vier rappt sich Mac Miller mit Go:od AM" (87.000 Einheiten, davon 73.000 pure Albumverkäufe). Er hat nun insgesamt drei Alben in die Top Ten gebracht.

David Gilmour hält mit Rattle That Lock" Einzug auf Rang fünf und rangiert damit höher denn je zuvor als Solokünstler in den Billboard 200. Nielsen Music registrierte 71.000 Einheiten in der Startwoche (70.000 verkaufte Alben). Ebenfalls Neuzugang ist an sechster Stelle die Rockband Shinedown, deren Werk Threat To Survival" 65.000 Einheiten in der Startwoche erreichte.

Ryan Adams steigt mit 1989", einer Neueinspielung des gleichnamigen Albums von Taylor Swift, anhand von 56.000 Units auf Rang sieben ein. Dies ist sein vierter Longplayer, der sich in den Top Ten platzieren konnte - nach Easy Tiger" (2007), Ashes & Fire" (2011) und Ryan Adams" (2014). Taylor Swifts Original von "1989" sinkt in dieser Woche anhand von 42.000 erzielten Units von fünf auf acht. Um drei Positionen nach unten bewegt sich auch Countrysänger Luke Bryan, dessen ehemalige Nummer eins Kill The Lights" (37.000 Einheiten) jetzt den neunten Platz belegt. HipHop-Künstler Andy Mineo entert das Feld angesichts von 35.000 Startwochen-Units von "Uncomfortable" an zehnter Stelle.

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