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Warner-Künstler haben beim Echo Klassik die Nase vorn

Gewinner in der Labelwertung beim Echo Klassik 2015 ist Warner Classics. Die Warner-Klassikabteilung und das Label Erato kommen auf je sechs preisgekrönte Produktionen, außerdem erhält Nonesuch zwei Auszeichnungen. Damit liegt Warner Classics mit 14 Klassikpreisen vor Sony Classical und Universal Music, die je neun Awards erhalten.

17.10.2015 09:45 • von Birgit Schlinger
Ausgezeichnet als Sängerin des Jahres: Joyce DiDonato (Warner Classics) (Bild: Pari Dukovic/Warner Classics)

Gewinner in der Labelwertung beim 2015 ist Warner Classics. Die seit 2013 agierende Klassikabteilung unter der Ägide von Stephanie Haase und das Warner-Label Erato kommen auf je sechs preisgekrönte Produktionen, außerdem erhält Nonesuch zwei Auszeichnungen. Damit liegt Warner Classics mit insgesamt 14 Klassikpreisen vor den Majorkonkurrenten Deutsche Grammophon und Sony Classical , die für Produktionen ihrer Labels je neun Echo-Klassik-Awards erhalten. Zählt man bei Sony Classical den Sonderpreis hinzu, den der Pianist Lang Lang für seine International Music Foundation erhält, steht Sony Classical sogar bei zehn Auszeichnungen. Mit Solo Musica erhält außerdem noch ein Vertriebslabel von Sony Music einen Echo Klassik: Das casalQuartett für die Kammermusikeinspielung des Jahres Streicher.

Überhaupt dominieren die Major-Künstler bei den Preisträgern. Sie sichern sich insgesamt 33 Echo-Klassik-Awards, während die Musiker, die bei den Indies unter Vertrag stehen, nur auf 22 Auszeichnungen kommen.

Bei der Labeleinzelwertung ist Sony Classical am erfolgreichsten. Das Berliner Klassikteam freut sich über sieben Auszeichnungen für seine Künstler, darunter in den wichtigen Wertungen für den Sänger des Jahres (Jonas Kaufmann) und den Instrumentalisten den Jahres für den Pianisten Lang Lang und den Organisten Cameron Carpenter. Die Sony-Label RCA und Deutsche Harmonia Mundi kommen je auf eine Nennung.

Die Deutsche Grammophon erhält sechs Awards für ihre Künstler, darunter ist erneut David Garret für den Bestseller des Jahres. Decca folgt mit zwei Nennungen und Mercury Records mit einer.

Bei den Indies dominiert wie schon in den Jahren zuvor die Musikproduktion Dabringhaus und Grimm. Die Künstler der Detmolder Klangschmiede können sich über fünf Preise freuen, darunter zwei in der Kategorie Kammermusikeinspielung des Jahres. Die Label Harmomia Mundi und cpo, das Eigenlabel des Klassikversenders jpc, erhalten je zwei Auszeichnungen.

Weitere Awards verbuchen Labels wie Cavi Music mit der Pianistin Sophie Pacini als Nachwuchskünstlerin, Alpha mit dem ersten Teil des Haydn-Projekts von Giovanni Antonini als sinfonische Einspielung des Jahres sowie ARS Produktion für den Nachwuchspianisten Florian Noack. Für das Label Naxos holte die Geigerin Tianwa Yang wie schon 2014 einen Echo Klassik, diesmal allerdings als Instrumentalistin des Jahres. Im vergangenen Jahr wurde sie noch als Nachwuchskünstlerin geehrt. Als Klassikvertrieb freut sich Naxos über zehn Nennungen. Darunter ist auch der Preis in der Sparte Klassik für Kinder vom Helbling Verlag für die Produktion "Des Kaisers Nachtigall".

Leer aus gehen indes Labels wie Berlin Classics, BR-Klassik, OehmsClassics oder Genuin Classics, die in den vergangenen Jahren jeweils Nennungen erhielten.

Die Deutsche Phono-Akademie, das Kulturinstitut des Bundesverband Musikindustrie, veranstaltet am 18. Oktober 2015 zum 22. Mal den Echo Klassik. Nach einem Gastspiel in München 2014 findet die Preisverleihung nun wieder im Konzerthaus Berlin statt. Das ZDF überträgt die Gala am selben Abend ab 22 Uhr. Als bewährtes Moderatorenduo führen erneut Nina Eichinger und Rolando Villazon durch die Gala.