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Volles Programm zur zehnten jazzahead!

21.04.2015 14:40 • von

"Wir hatten bereits einen Auftakt nach Maß", berichtet Projektleiterin Sybille Kornitschky von den -Veranstaltern der Messe Bremen und WFB Wirtschaftsförderung Bremen. Am 9. April fiel der Startschuss für das Kulturfestival, das sein fünftes Jubiläum begeht, mit gleich vier Acts. Der Schwerpunkt lag dabei auf dem Partnerland Frankreich: Auf der Bühne im Theater Bremen standen der Trompeter Erik Truffaz mit seiner Band, die englisch-französische Sängerin Emily Loizeau, Black Blanc Beur und das deutsch-französische Slam-Poetry-Duo Bas Böttcher und DGIZ. Dabei hatte ein Streik der französischen Fluglotsen den Ausrichtern der jazzahead! großes Organisationstalent abverlangt. Doch letztendlich schafften es zum Auftakt alle Künstler nach Bremen.

Im Vorprogramm des Branchentreffs finden nun bis zum Messestart täglich Events in der Hansestadt statt, die schließlich im Festival der jazzahead! münden. Auf der Agenda stehen neben 40 Showcasekonzerten auf drei Bühnen ein Jubiläumskonzert am 24. April im Konzerthaus Die Glocke sowie zwei Nachtveranstaltungen im Park Hotel und zum Abschluss die jazzahead! clubnight, die mit weiteren 65 Konzerten am 25. April in 27 Clubs und Spielstätten der Stadt lockt.

"Die ganze Stadt lebt und atmet jazzahead!", sagt Sybille Kornitschky. "Viele Bürger kommen über das Kulturfestival erstmalig mit Jazz in Berührung. Das entspricht genau unserem ursprünglichen Ziel, neue Hörer für diese Musik zu gewinnen." Mehr Breitenwirkung entfaltet inzwischen aber auch der Messeteil: Schon vorab .

Bremen lebt jazzahead!

Rund 850 Aussteller und 3000 Fachteilnehmer aus 55 Ländern bedeuten ein Plus von 20 Prozent bei den Ausstellern und von rund sieben Prozent bei den Besuchern. "Wir profitieren einerseits stark von positiver Mundpropaganda und machen andererseits über das ganze Jahr hinweg unsere Arbeit im Bereich Akquise", sagt die Projektleiterin. Das wichtigste sei dabei, Nachfrage nach Musik zu mobilisieren. "Wir versuchen, noch mehr Veranstalter und Programmmacher auf die Messe zu holen. Denn erfolgreich sind wir nur dann, wenn es hier ein Gleichgewicht zum weiter wachsenden Musikangebot gibt."

Insgesamt bewarben sich 464 Bands für Auftritte im Rahmen der jazzahead!, das sind 45 Prozent mehr als im Vorjahr. Das führe auch zu einer zunehmenden Internationalisierung bei Künstlern und Fachbesuchern. Dabei gehe es der Messe Bremen aber keinesfalls darum, nur Masse zu produzieren. Und auch auf nationaler Eben wächst der Zuspruch: So sind Bundesländer wie Niedersachsen 2015 erstmals neben Ländern wie Hamburg oder Baden-Württemberg vertreten. Auch aus Bayern gebe es "erste Annäherungen".

Die Organisation des Branchentreffs stemmt in Bremen ein festes Team von fünfeinhalb Mitarbeitern: "Was hier geleistet wird, ist großartig", lobt Sybille Kornitschky. Für den Standort Bremen und dessen Präsentation rechne sich dieses Engagement auf jeden Fall: "Allein die vielen Besucher sorgen für einen enormen regionalwirtschaftlichen Effekt." Allerdings würden sich diese Zahlen nur bedingt in den Bilanzen der Messe Bremen niederschlagen. "Ich ziehe den Hut vor dem Bundesland Bremen, dass ganz sicher nicht zu den finanzstärksten Ländern gehört, und davor, welche Ausdauer es mit der jazzahead! zeigt", sagt Kornitschky. Zu verdanken habe man das vor allem Messechef Hans Peter Schneider, der zudem Ideengeber für die jazzahead! sei. Sie sei "wirklich dankbar für die Entwicklung, die wir haben nehmen können", blickt Kornitschky, die den Branchentreff ebenfalls von Anfang an begleitete, auf die ersten zehn Jahre zurück. Heute erscheine es beinahe selbstverständlich, dass der Vorstoß ein Erfolg wurde, aber es liege weiterhin viel Arbeit vor den Organisatoren.

Zugleich wächst die Präsenz der jazzahead! in den Medien: "Wir haben 2015 erstmals ein ARD-Livestudio auf der Messe", berichtet Kornitschky. "Das ist ein großer Schritt nach vorn." Hier produzieren der Hauptpartner Radio Bremen, Deutschlandradio Kultur und der französische Rundfunk Livesendungen von der Messe, ARTE concert liefert zudem an allen drei Tagen einen Livestream von der Bühne des Schlachthofs. "Messeseitig freue ich mich, dass wir durch den Umzug in größere Hallen rund 1000 Quadratmeter an Ausstellungsfläche hinzugewonnen haben und die Musik über die neuen Hallen noch mehr ins Zentrum der jazzahead! rücken kann."

Was zunächst nach einem PR-Slogan klingt, ist in Bremen durchaus wörtlich zu nehmen: So dient die Fläche in der Mitte von Halle 6, um die herum sich die Aussteller gruppieren, als zentrale Networkingarea für alle Musiker, die zur jazzahead! kommen. Hier sollen sie Kontakte mit Veranstaltern oder Medien knüpfen können. Auch der deutsche Gemeinschaftsstand grenzt direkt an diese Fläche an. Halle 7 verfügt über zwei Bühnen, die abwechselnd mit dem direkt angrenzenden Schlachthof bespielt werden.

Initiative Musik fördert Reisekosten

Nach , bei der es unter anderem um Gagen, Reisekosten oder die Vergütung von Radiomitschnitten ging, befinden sich die jazzahead!-Macher weiterhin in Gesprächen mit der Union Deutscher Jazzmusiker, der Bundeskonferenz Jazz, der Initiative Musik, dem Goethe Institut und Vertretern der Beauftragten für Kultur und Medien. Für 2015 konnte man mit Unterstützung der Initiative Musik . "Unser Ziel ist es, weiterhin Verbesserungen herbeizuführen." Die Zuschüsse der Initiative Musik würden eine Perspektive für die Zukunft aufzeigen.