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Believe Digital übernimmt TuneCore

Zusammenschluss im Digitalgeschäft: Believe Digital schluckt TuneCore und baut damit seine Position im DIY-Bereich sowie im US-Markt aus.

16.04.2015 16:18 • von
Kauft TuneCore: Denis Ladegaillerie, Gründer und CEO von Believe Digital, hier auf der Midem 2013 (Bild: MusikWoche)

Zusammenschluss im Digitalgeschäft: Der international agierende Digitalvertrieb Believe Digital schluckt das auf den Bereich der Selbstvermarktung spezialisierte US-Unternehmen TuneCore und baut damit seine Position im DIY-Bereich, wo Believe Digital bereits mit der Marke Zimbalam selbst aktiv ist, ebenso aus wie im US-Markt.

Der Zusammenschluss zu einem "weltweiten, digital-fokussierten und unabhängigen" Full-Service-Dienstleister "soll Künstlern und Labels eine kraftvolle Alternative zu Major-Labels" bieten, heißt es in einer Mitteilung der beiden Unternehmen.

TuneCore mit Sitz in NewYork wirbt damit, seit der Firmengründung im Jahr 2005 für seine registrierten Künstler Einnahmen in Höhe von 504 Millionen Dollar erwirtschaftet und mehr als zwölf Milliarden Streams und Downloads über die verschiedenen Digitalplattformen ausgeliefert zu haben. Believe Digital verweist auf Niederlassungen in inzwischen 29 Ländern und über 250 Mitarbeiter. Beide Unternehmen wollen ihre Dienstleistungen weiterhin unabhängig voneinander vermarkten, zugleich aber auch das Portfolio der Partner ins jeweilige Angebot übernehmen.

"TuneCores oberste Prämisse ist die erfolgreiche Stärkung der unabhängigen Künstler", kommentiert TuneCore-CEO Scott Ackerman. "Durch diese strategische Partnerschaft bieten wir unabhängigen Künstlern weltweit das bestmögliche Angebot, um zielsicher Fans zu erreichen, die Umsätze zu steigern und ihre Karriere voranzubringen."

Denis Ladegaillerie, Gründer und CEO von Believe Digital, sieht das Erfolgsgeheimnis von TuneCore vor allem in einem grundlegenden Verständnis der Interessen unabhängiger Künstlern. "Gemeinsam mit unseren Dienstleistungen führt unsere Partnerschaft zu einer natürlichen und kraftvollen Synergie, um das Wachstum der Künstler voranzutreiben. Wir sehen ein enormes gemeinsames Potenzial, um den unabhängigen Musikmarkt gemeinsam weiter auszubauen und weltweit den Künstlern und Labels allumfassende Dienstleitungen anzubieten."

Mit finanziellen Details zum Deal halten sich beide Seiten bedeckt.