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Musik Hilft verabschiedet sich

"Aufhören, wenn es am schönsten ist" - unter diesem Motto zieht sich die Stiftung Musik Hilft aus dem aktiven Geschehen zurück. Präsenz zeigte die Stiftung unter anderem beim traditionellen Charity-Dinner am Vorabend der Echo-Verleihung.

01.07.2013 16:16 • von Knut Schlinger
Scheckübergabe beim Charity-Dinner am Echo-Vorabend im März 2013: Dieter Gorny (Vorstandsvorsitzender des Bundesverband Musikindustrie, links) mit Christopher von Deylen (Musik Hilft) (Bild: Stefan Malzkorn)

"Aufhören, wenn es am schönsten ist" - unter diesem Motto zieht sich die Stiftung Musik Hilft aus dem aktiven Geschehen zurück. Gegründet wurde Musik Hilft als Nachfolgeinstitution der Nordoff/Robbins-Stiftung und damit als zentrale Plattform, um genre- und branchenübergreifend das soziale Engagement der deutschen Musikindustrie zu bündeln. Präsenz zeigte die Stiftung unter anderem beim traditionellen Charity-Dinner am Vorabend der Echo-Verleihung, indem sie stets würdigen Rahmen für die Branchen-Echos bildete.

Die Gesellschafter der Stiftung danken nun per Rundmail "für über 20 Jahre soziales Engagement einer ganzen Branche". Ein großer Dank gehe vor allem an den Bundesverband Musikindustrie "für die jahrelange Unterstützung im Rahmen der Echo-Verleihung, allen Kooperationspartnern und den vielen Spendern, ohne deren finanziellen Beitrag die Unterstützung einer Vielzahl sozialer Projekte nicht möglich gewesen wäre". Besonderer Dank gelte aber auch "allen Künstlern und jenen, die durch ihren persönlichen Einsatz und durch ihr Engagement, die tägliche Arbeit der Stiftung aufrecht erhalten haben".

Die "kontinuierliche und nachhaltige Unterstützung der Stiftungsprojekte" soll durch das Stiftungsvermögen auch künftig abgesichert sein, heißt es. Musik Hilft verabschiede sich "und blickt zurück auf viele erfolgreiche und bewegende Momente". Die Stiftung wünscht allen Künstlern für ihre sozialen Projekte alles Gute und viel Erfolg.

"Musik verschafft Zugang zur Seele, wo der Sprache der Zugang verwehrt bleibt", heißt es in der Mitteilung zum Abschied. Durch diese Kraft habe die Stiftung in den letzten 20 Jahren vielen Menschen helfen können. "Darunter waren Menschen im Wachkoma, Menschen, die im Sterben liegen, Menschen mit Essstörungen, Menschen mit Autismus, Opfer von Folter und Gewalt, Kinder, die sexuell missbraucht wurden, aber auch Jugendliche im Strafvollzug."