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Gericht spricht Punkband NoRMahl von Vorwürfen frei

Das Landgericht Stuttgart hat die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft gegen die Punkband NoRMahl, ihr 31 Jahre alter Song "Bullenschweine" sei ein Aufruf zur Gewalt, als "haltlos" zurückgewiesen. Die Hausdurchsuchungen bei den Bandmitgliedern seien somit rechtswidrig gewesen.

27.03.2013 13:23 • von Frank Medwedeff
Vor Gericht entlastet: NorRMahl (Bild: 7us media group)

Das Landgericht Stuttgart hat die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft gegen die Winnender Punkband NoRMahl, ihr 31 Jahre alter Song "Bullenschweine" sei ein Aufruf zur Gewalt, als "haltlos" zurückgewiesen. Die Hausdurchsuchungen bei den Bandmitgliedern seien somit rechtswidrig gewesen. Sämtliche Kosten der Aktionen und des Verfahrens trägt der Staat.

Die Polizei-Aktionen hatten bereits "in der Lokalpresse und der Bevölkerung allenthalben Kopfschütteln hervorgerufen", wie Hans Derer, Geschäftsführer der 7us media group, resümiert.

Der Song "Bullenschweine" ist auf den NoRMahl-Alben Ein Volk steht hinter uns", Live In Switzerland" sowie - neu eingespielt - auf dem Best-of-Sampler Das ist Punk" (auf dem 7us-Label 7hard, im Vertrieb der NMD) zu hören. Die Band habe sich im Lauf des Verfahrens über viel Solidarität und den überraschenden Einstieg ihres "eigentlich spätpubertären" Werkes in die Amazon-Charts gefreut: Mitte Februar war der Song demnach bis auf Rang zwölf in die Liste der bestverkauften mp3-Downloads, im Bereich "Rock" sogar zeitweilig auf eins gestiegen.