Livebiz

Live Nation und Michael Cohl legen Rechtsstreit um Stones-Tournee bei

Live Nation und dessen früherer Chairman Michael Cohl haben ihren Rechtsstreit friedlich beendet. Beide Parteien hatten sich Vertragsbruch vorgeworfen hinsichtlich einer kommenden Tour der Rolling Stones.

28.06.2012 10:17 • von Frank Medwedeff
Stein des Anstoßes: Die Rolling Stones, hier auf der "A Bigger Bang' World Tour" im Jahr 2006 (Bild: The Rolling Stones)

Live Nation und dessen früherer Chairman Michael Cohl haben ihren Rechtsstreit friedlich beendet. "Wir hatten eine lange und fruchtbare Zusammenarbeit mit Michael Cohl in der Vergangenheit", sagt Arthur Fogel, Chairman of Global Music und Chief Executive Officer of Global Touring bei Live Nation Entertainment. "Wir sind froh, dass es uns gelungen ist, unsere Differenzen auszuräumen, und können nun zur Zusammenarbeit zurückkehren."

Impresario Michael Cohl, der heute das Unternehmen S2BN Entertainment führt, kommentiert: "Live Nation war für mich ein wertvoller Partner über all die Jahre, und ich bin glücklich, dass wir diese Sache hinter uns haben und wieder vorwärts schauen können."

Live Nation und Cohl hatten sich über nicht eingehaltene Vertragsabsprachen vorwiegend hinsichtlich der Veranstaltung einer kommenden Tournee der Rolling Stones gezankt. Es ging um Wettbewerbsklauseln und finanzielle Abmachungen, die der langjährige Stones-Tourpromoter Cohl und der weltgrößte Live-Entertainment-Konzern 2008 im Zuge von Cohls Ausscheiden getroffen hatten.

Live Nation verklagte Cohl im November 2010 wegen Vertragsbruch. Der frühere Chairman sei mehr als fünf Millionen Dollar an Raten schuldig geblieben, die er zahlen sollte, um unter anderem weiter Tourneen der Stones veranstalten zu können. Cohl konterte mit einer Gegenklage und warf Live Nation seinerseits Vertragsbruch vor. Er mahnte an, sein früherer Arbeitgeber wolle die Möglichkeit "zerstören", eine Tournee der Band zu ihrem 50-jährigen Jubiläum zu veranstalten.

Zu einer von den Fans heiß ersehnten Stones-Tour verlauten Live Nation und Cohl indes aktuell nichts. Arthur Fogels Ankündigung, dass Live Nation wieder mit Cohl zusammen arbeiten will, dürfte die Chance eines Zuschlags für sein Unternehmen im Falle des Falles indes nicht schmälern - auch wenn sich die Stones zuletzt kritisch über Cohl geäußert hatten und betonten, keinerlei vertragliche Bindungen mehr mit ihm zu haben.