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Hitbeat: Guano Apes kolossal

01.01.1970 01:00 • von Norbert Obkircher

Mit Glanz und Gloria melden sich die Guano Apes zurück: Mit "Bel Air" katapultiert sich die 2005 aufgelöste und 2009 zunächst für Live-Auftritte reformierte Band in den MusikWoche Top 100 Longplay von null auf eins. Die Rockformation um Sängerin Sandra Nasic knüpft damit nahtlos an den Erfolg ihres letzten Studioalbums "Walking On A Thin Line" von 2003 an, das damals ebenfalls die deutschen Albumcharts anführte.

Eine weitere Nummer eins hatte die in Göttingen gegründete Band im Jahr 2000 mit "Don't Give Me Names" - nach Rang fünf für das Debüt "Proud Like A God (incl" 1997. Das neue Werk erschien bei Columbia SevenOne Music, dem Joint-Venture-Label von Sony Music und Starwatch Entertainment. Mit Contra Promotion touren die Guano Apes momentan durch Europa. Die bereits nahezu ausverkauften deutschen Termine stehen allerdings erst im Oktober an.

Die Guano Apes verdrängen keinen Geringeren als Herbert Grönemeyer, der mit "Schiffsverkehr" nun Position zwei einnimmt. Mit Platz drei direkt nach Veröffentlichung setzen die mittlerweile aufgelösten aha aus Norwegen mit "Ending On A High Note - The Final Concert - Live At Oslo Spektrum", dem in mehreren Formaten erhältlichen Mitschnitt ihrer letzten Liveshow, noch einmal ein Ausrufezeichen hinter eine bemerkenswerte Karriere. Nach der Startwoche auf Platz vier schnellt Milow, derzeit der wohl angesagteste Musikexport aus Belgien, mit "North And South".

Udo Jürgens gelingt per Verbesserung von zwölf auf zehn mit "Der ganz normale Wahnsinn" der Wiedereinzug in die Top Ten. Den peilt auch Ina Müller an, die mit "Das wär dein Lied gewesen (Digipack)" von 20 auf 14 steigt.

Saltatio Mortis entern das Charts-Terrain mit dem DVD-/CD-Package "10 Jahre wild und frei" auf Rang 21. Ins er ste Drittel der Charts schaffen es zudem David Hasselhoff mit "A Real Good Feeling auf 26 sowie The Kills mit "Blood Pressures" an 33. Stelle.

Eine Wachablösung gibt es auch in den MusikWoche Top 100 Singles. Von Rang sechs aus schwingt sich Jennifer Lopez mit Unterstützung von Rapper Pitbull mit "On The Floor" auf den obersten Podiumsrang. Der Song ist derzeitauch in Großbritannien die Nummer eins und fand nach Universal-Angaben weltweit schon mehr als zwei Millionen Käufer.

Von fünf auf zwei klettert Rihanna mit "S&M". Der bisherige Tabellenführer, Bruno Mars, muss sich mit "Grenade" vorerst mit Platz drei begnügen. Kräftigen Zug nach vorn zeigen Snoop Dogg vs. David Guetta mittels einer Steigerung von 19 auf sechs mit "Sweat" sowie Katy Perry mit Hilfe von Kanye West: Deren gemeinsamer Hit "E" springt von 17 auf zehn. Neueinsteiger haben es hingegen schwer in dieser Woche. Cassandra Steen reicht mit "Gebt alles" Rang 31, um den Top-Entry zu landen. Frida Gold sind mit "Wovon sollen wir träumen" frisch auf Platz 39 gelistet.

Die MusikWoche Top 30 Compilations sehen "The Dome Vol" in der dritten Woche in Folge an der Spitze. Ebenso lang belegt der vorige Spitzenreiter "Bravo Hits 72" nunmehr den zweiten Platz. "Die ultimative Chart Show - Neue deutsche Pop- und Rockstars" sichert sich sofort den Medaillenrang drei. Unmittelbar dahinter folgen zwei weitere Neuzugänge. "Songs For Japan", steigt an vierter Position ein, die "Bravo Black Hits Vol" entern die Compilations-Charts auf Rang fünf.