Handel

Leichter Dämpfer fürs Konsumklima

Ein zuletzt unsicherer gewordenes internationales Umfeld sowie wachsende Inflationsängste haben dem von der GfK ermittelten Konsumklima in Deutschland im März einen leichten Dämpfer versetzt. Sowohl Konjunktur- und Einkommenserwartung wie auch die Anschaffungsneigung der Verbraucher sind zurückgegangen.

30.03.2011 11:19 • von Mareike Haus

Ein zuletzt unsicherer gewordenes internationales Umfeld sowie wachsende Inflationsängste haben dem von der GfK ermittelten Konsumklima in Deutschland im März einen leichten Dämpfer versetzt. Sowohl Konjunktur- und Einkommenserwartung wie auch die Anschaffungsneigung der Verbraucher sind zurückgegangen. Vor allem der Indikator Konjunkturerwartung verzeichnet mit einem Rückgang von 7,6 Punkten deutliche Einbußen im Vergleich zum Vorjahresmonat, bewegt sich jedoch mit 49,5 Punkten im Vergleich zum Vorjahresmonat auf hohem Niveau. Der Rückgang beim Indikator Einkommenserwartung fällt mit einem Minus mit 2,4 Punkten vergleichsweise moderat aus. Auch hier bewegt sich die Verbraucherstimmung nach wie vor auf einem ungleich höheren Niveau als im Vorjahresmonat. Auch der Indikator Anschaffungsneigung kann im März seinen Vormonatswert nicht halten: Er verliert 4,6 Punkte und weist nun 34,3 Zähler auf. Im Vorjahresvergleich steht dennoch ein Plus von knapp elf Punkten zu Buche. Nach Ansicht der Nürnberger Marktforscher zeige die anziehende Inflation nun offenbar verstärkt Wirkung und sorge dafür, dass die Anschaffungsneigung zuletzt zwei Monate in Folge nachgegeben hat. Der Gesamtindikator Konsumklima prognostiziert für April 2011 einen Wert von 5,9 Punkten nach revidiert 6,0 Zählern im März. Damit wird der Aufwärtstrend des Konsumklimas vorerst gebremst.

Die Folgen der Natur- und Umweltkatastrophe in Japan sind übrigens noch nicht in das März-Konsumklima eingeflossen, da die Befragung zu dem Zeitpunkt des Erdbebens bereits abgeschlossen war. Japan könnte sich jedoch künftig durchaus auf das Konsumklima auswirken, erklärte GfK-Vorstandsvorsitzender Klaus Wübbenhorst gegenüber der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. So könne das Atomunglück beim Verbraucher Angst und unsichere Gefühle erzeugen. Da "50 Prozent der Verbraucherbefindlichkeit im Kopf" beginne, sei eine vorrübergehende Eintrübung beim Konsumklima nicht auszuschließen, so Wübbenhorst.