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Hitbeat: Triumph für Rise Against

01.01.1970 01:00 • von Norbert Obkircher

In den MusikWoche Top 100 Longplay setzen sich Rise Against mit "Endgame (Ecopac)" von null auf eins und feiern hier ihren ersten Spitzenreiter. Für die Formation um Sänger Tim McIlrath bedeutet dies nach Rang 21 für ihr letztes und bislang erfolgreichstes Album "Appeal To Reason" (2008) einen gewaltigen Karrieresprung. Laut ihrer Plattenfirma Universal Music beweist die Punkrockband aus Chicago, "dass politisch und soziales Engagement mit kredibler Attitüde auch kommerziell erfolgreich sein kann".

Direkt auf Rang zwei landet Annett Louisan mit "In meiner Mitte (Digipack)". Es ist bereits ihre dritte Nummer zwei hintereinander nach "Das optimale Leben" 2007 und "Teilzeithippie" (2008). Zuvor landete die beständige Sängerin noch zwei dritte Plätze im Jahr 2005 mit dem Debüt "Bohème" und mit "Unausgesprochen".

Eine Zeichentrickfigur macht als Popstar Furore: SpongeBob, in Deutschland derzeit bei Nickelodeon und Viva zu sehen, erobert mit "BBobmusik - Das gelbe Album" nach der ersten Verkaufswoche direkt Platz 17. Auf dem Album singt Santiago Ziesmer, deutscher Synchronsprecher des beliebten "Schwammkopfs", neu getextete Versionen bekannter Hits: So wird aus "Waka Waka" von Shakira "Lecker Lecker", "Hamma!" von Culcha Candela mutiert zum "Hummer" und aus "So a schöner Tag (Fliegerlied)" von Donikkl wird "So ein schöner Schwamm (Das Schwammlied)". Dabei verkauft sich, wie Dirk Hachmann (Senior Product Manager Media bei Sony Music Catalog & Concept) berichtet, das Album digital noch besser als physisch. Das beweise, "dass SpongeBob nicht nur ein Thema für Kinder ist, bei denen der Digitalanteil traditionell ja immer sehr gering ist, sondern auch insbesondere die heute 20- bis 29-Jährigen, die 'Generation SpongeBob', anspricht", so Hachmann.

Auf Rang 36 neu dabei sind die Pet Shop Boys mit ihrer Musik zum Ballett "The Most Incredible Thing". An 41. Stelle greift Billy Joel mit "Live At Shea Stadium - The Concert" ins Geschehen ein.

In den MusikWoche Top 100 Singles spielt Lady GaGa mit "Born This Way (Digipack)" weiterhin die Hauptrolle. Nachdem sie in der letzten Woche den ersten "Digital Only"-Spitzenreiter in Deutschland landete, fließen jetzt auch physische Verkäufe des Hits mit ein. Bruno Mars mit "Grenade" und Sunrise Avenue mit "Hollywood Hills" behaupten sich auf den übrigen Medaillenrängen. Einen großen Satz von 24 auf acht macht Flo Rida mit "Turn Around (5,4,3,2,1)".

Jennifer Lopez gelingt im Verbund mit Pitbull mit "On The Floor" der höchste Neueinstieg auf Platz zehn. Dies ist der insgesamt 15.000. Titel seit Beginn der Chartserhebungen durch media control 1977, der in die Singles-Charts einsteigt. Ulrike Altig, Geschäftsführerin media control, bilanziert: "Seit über drei Jahrzehnten zeigen die Single-Charts, welche Songs in Deutschland am beliebtesten sind - Woche für Woche. Jeder dieser Titel ist einzigartig und macht die Musikwelt noch ein bisschen bunter und vielfältiger."

Die MusikWoche Top 30 Compilations bleiben die Domäne der "Bravo Hits 72", die ihre Regentschaft hier auf fünf Wochen ausdehnen. "Die ultimative Chart Show - Evergreens" geht als Top-Entry sofort auf Rang zwei und schiebt im internen Wettstreit der Tonträger zur RTL-Showserie "Die ultimative Chart Show - Synthie-Pop Hits" zurück auf drei.