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Hitbeat: Novum durch Lady GaGa

01.01.1970 01:00 • von Norbert Obkircher

Lady GaGa gelingt in den Musikwoche Top 100 Singles von Rang fünf aus mit "Born This Way" der Sprung nach ganz oben. Die New Yorker Trendsetterin sorgt für ein Novum in der deutschen Chartsgeschichte, denn sie landet hier die erste Nummer eins ausschließlich anhand von Downloadverkäufen. "Das ist ein Paradigmenwechsel hin zur digitalen Musik", bekräftigt Ulrike Altig, Geschäftsführerin von media control.

Als CD-Single hat die Universal Music International Division (UID) den Song am 11. März veröffentlicht, so dass physische Verkäufe erst für die Charts der kommenden Woche mitzählen. Die bislang höch ste Position eines "Digital Only"-Songs verbuchte Katy Perry mit "Hot N Cold" Ende November 2008 auf Rang zwei. Eine Woche später gelang ihr dann nach Veröffentlichung der physischen Single der Sprung ganz nach oben.

Bruno Mars muss nach vier Wochen Dominanz mit "Grenade" nun mit Platz zwei vorliebnehmen. Einen Satz von sechs auf drei machen Sunrise Avenue mit "Hollywood Hills". Ambitionen auf einen Podestplatz meldet der französische House-DJ und -Produzent Martin Solveig im Verbund mit der kanadischen Elektropopband Dragonette an: Ihr Hit "Hello" steigert sich von 14 auf sieben. Für den höchsten Neueinstieg bei den Singles zeichnet Enrique Iglesias verantwortlich: Unter Mithilfe von Ludacris und DJ Frank E kommt er mit "Tonight (I'm Lovin You) (Digital Only)" auf Platz zwölf.

In den MusikWoche Top 100 Longplay sausen R.E.M. mit "Collapse Into Now" zur Freude von Warner Music von null auf eins. Mit dem Album, das zum Teil in den Berliner Hansa Studios entstand, verbuchen Michael Stipe, Peter Buck und Mike Mills bereits ihren sechsten Spitzenreiter in der deutschen Longplay-Hitliste. 1996 stand die Band aus Athens, Georgia, mit "New Adventures In Hi-Fi" erstmals auf der obersten Podeststufe. Es folgten weitere Triumphe mit "Up" (1998), "Reveal" (2001), dem Sampler "The Best Of R" (2003) und mit "Around The Sun" (2004). Seit 1991 erreichten R.E.M. mit allen regulären Studioalben jeweils einen der ersten beiden Plätze in Deutschland: Rang zwei steht nämlich für ihre Veröffentlichungen "Out Of Time" (1991), "Automatic For The People" (1992), "Monster" (1994) und "Accelerate" (2008) zu Buche.

Lena verharrt mit "Good News" an der zweiten Stelle. Eine Verbesserung von sechs auf drei bringt Max Raabe mit "Küssen kann man nicht alleine" erstmals in seiner Laufbahn aufs Treppchen. Den zweithöchsten Neueinstieg schafft Avril Lavigne mit "Goodbye Lullaby" auf Rang vier. Zaz klettert mit ihrem gleichnamigen Albumdebüt von 17 auf neun.

Neu dabei auf Platz 20 sind die Children Of Bodom aus Finnland mit "Relentless, Reckless Forever". Die Berliner Synthie-Pop-Institution And One entert das Terrain mit "Tanzomat" auf Platz 23. Aus der Hauptstadt kommt auch Rapper Silla, der mit "Sillainstinkt" auf Rang 30 die Charts entert. Ihre Premiere feiert die Coburger "Viking Metal"-Band Varg mit "Wolfskult (Limited Edition/Digipak)" auf Position 33.

Die "Bravo Hits 72" stellen in der vierten Woche nacheinander das Maß aller Dinge in den MusikWoche Top 30 Compilations dar. Gäbe es eine gemeinsame Hitliste mit den Top 100 Longplay, hätte auch hier der jüngste Spross der "Bravo"- Tonträgerfamilie momentan die Nase vorn. Von null auf zwei schnellt "Die ultimative Chart Show - Synthie-Pop Hits".