chartwoche.de

Charts KW 12: R.E.M. und Lady GaGa auf dem Gipfel

In den MusikWoche Top 100 Longplay sausen R.E.M. mit "Collapse Into Now" von null auf eins. Bei den Singles macht Lady GaGa mit dem ersten "Digital Only"-Spitzenreiter Schlagzeilen, während bei den Compilations nach wie vor kein Weg an den "Bravo Hits 72" vorbeiführt.

01.01.1970 01:00 • von Frank Medwedeff

In den MusikWoche Top 100 Longplay sausen R.E.M. mit Collapse Into Now" von null auf eins. Mit dem Album, das zum Teil in den Berliner Hansa Studios entstand, verbuchen Michael Stipe, Peter Buck und Mike Mills insgesamt bereits ihren sechsten Spitzenreiter in der deutschen Longplay-Hitliste. Lena verharrt mit Good News" an der zweiten Stelle. Eine Verbesserung von sechs auf drei bringt Max Raabe mit Küssen kann man nicht alleine" erstmals in seiner Laufbahn aufs Treppchen.

Den zweithöchsten Neueinstieg schafft Avril Lavigne, die mit Goodbye Lullaby" nach der ersten Verkaufswoche auf Rang vier gelistet ist. Die Kanadierin verdrängt Adele mit 21" um einen Platz zurück an die fünfte Stelle. Den Wiedereintritt in die Top Ten zelebriert Frankreichs Darling Zaz, die mit ihrem gleichnamigen Albumdebüt von 17 auf neun klettert. Neu dabei auf Platz 20 sind die Metaller Children Of Bodom aus Finnland mit Relentless, Reckless Forever". Die Berliner Synthie-Pop-Institution And One entert das Terrain mit Tanzomat" auf Listenplatz 23. Aus der deutschen Hauptstadt kommt auch Rapper Silla, der mit Sillainstinkt" auf Rang 30 die Charts entert.

Ihre Premiere in den MusikWoche Top 100 Longplay feiert die Coburger "Viking Metal"-Band Varg mit Wolfskult" auf Position 33. Als Neuzugang in die obere Charts-Hälfte profiliert sich zudem die schwedische Sängerin Lykke Li mit Wounded Rhymes" auf 44.

Ein Novum verkündet media control in den MusikWoche Top 100 Singles. Lady GaGa gelingt hier von Rang fünf aus mit Born This Way" der Sprung nach ganz oben - und zwar erstmals in der deutschen Charts-Geschichte ausschließlich anhand von Downloadverkäufen. Bruno Mars muss dafür nach vier Wochen Dominanz mit Grenade" den Thron räumen und vorerst mit Platz zwei vorliebnehmen. Einen Satz von sechs auf drei machen Sunrise Avenue mit Hollywood Hills". Ambitionen auf einen Podestplatz meldet der französische House-DJ und -Produzent Martin Solveig im Verbund mit der kanadischen Elektropopband Dragonette an: Ihr gemeinsamer Hit Hello" steigert sich in dieser Woche von 14 auf sieben.

Für den höchsten Neueinstieg bei den Singles zeichnet Enrique Iglesias verantwortlich: Unter Mithilfe von Ludacris und DJ Frank E nahm er den Titel "Tonight (I'm Lovin' You)" auf, der auf Anhieb Platz zwölf einnimmt. Usher springt mit More" von null auf 17. Gossip-Sängerin Beth Ditto landet mit ihrem Solostück "I Wrote The Book" zunächst auf Platz 30. Neu im Rennen liegen auch Jupiter Jones mit Still" auf 32, Zaz mit Je Veux" auf 36 und Bullmeister mit Girls Beautiful", dem Song zur aktuellen Staffel von "Germany's Next Topmodel", auf 39.

Die Bravo Hits 72" stellen auch in der vierten Woche nacheinander das Maß aller Dinge in den MusikWoche Top 30 Compilations dar. Gäbe es eine gemeinsame Hitliste mit den Top 100 Longplay, hätte auch hier der jüngste Spross der "Bravo"-Tonträgerfamilie die Nase vorn.

Von null auf zwei schnellt Die ultimative Chart Show - Synthie-Pop Hits". Für die zweitplatzierte Kopplung von letzter Woche, Future Trance Vol bleibt somit aktuell der dritte Rang übrig. Ansonsten findet sich lediglich noch ein weiterer Neuzugang im Klassement: Die Schlager-Compilation Bääärenstark!!! Frühjahr 2011" bringt es auf Position elf.