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Hitbeat: In Extremo starten durch

01.01.1970 01:00 • von Norbert Obkircher

In den MusikWoche Top 100 Longplay landen In Extremo mit "Sterneneisen" direkt auf Platz eins. Damit wiederholen die Mittelalter-Rocker ihren Coup von 2008 mit dem Album "Sängerkrieg". Aufs Podest schaffte es die Mitte der 90er-Jahre in Berlin gegründete Formation auch mit den Alben "7" (2003) und "Mein rasend Herz" (2005), die jeweils Rang drei erreichten. Weitere Notierungen in den Top Ten verbuchte die Band um Sänger Michael Robert Rhein alias Das letzte Einhorn 2006 mit dem Livemitschnitt "Raue Spree 2005" auf Platz vier und mit "Sünder ohne Zügel", einer Nummer zehn im Jahr 2001. Live stellen In Extremo ihren neuen Albumhit ausgiebig auf einer Hallentour im April und mit zahlreichen Open-Air-Auftritten in der Sommersaison vor. Veranstalter ist Stereo-Propaganda.

In Extremo verdrängen Lena mit "Good News" an die zweite Stelle. Ina Müller rutscht mit "Das wär dein Lied gewesen (Digipack)" ebenfalls um eine Stelle zurück, hält sich aber als Dritte auf dem Podest. Hinter der viertplatzierten Adele mit "21" entert Howard Carpendale als zweithöchster Neueinsteiger die Longplay-Charts mit "Das alles bin ich" an fünfter Stelle. Vorwärtsdrang zeigt Max Raabe, der sich mit "Küssen kann man nicht alleine" von zehn auf sechs verbessert.

Die englische Sängerin Rumer debütiert mit ihrem ersten Album "Seasons Of My Soul" an 13. Stelle. In ihrem Windschatten gelingt einer Riege von Neuzugängen der Sprung in die Top 20: So kommen Jupiter Jones mit gleichnamigem Album auf Rang 14, unmittelbar gefolgt von Beady Eye - de facto Oasis ohne Noel Gallagher - mit "Different Gear, Still Speeding" und Bosse mit "Wartesaal" auf der 16. Neu gelistet auf den Rängen 18 bis 20 sind Die Apokalyptischen Reiter mit "Moral & Wahnsinn", die Dropkick Murphys mit "Going Out In Style" und Der W. mit "Was ist denn hier nicht los". Marianne Rosenberg singt sich im "Regenrhythmus (Digipack)" auf Platz 29. Posthum steigt Peter Alexander mit "Seine größten Erfolge und mehr" auf Platz 34 ein.

Bruno Mars, der sich derzeit auf ausverkaufter Deutschlandtour befindet, führt mit "Grenade" nun schon in der vierten Woche in Folge das Feld der MusikWoche Top 100 Singles an. Adele klettert mit "Rolling In The Deep", dem Vorgänger von "Grenade" als deutsche Nummer eins, von drei auf zwei. Von fünf auf Treppchenplatz drei hinauf geht es für Taio Cruz feat. Kylie Minogue - eigentlich logisch, denn ihr gemeinsamer Song heißt schließlich "Higher". Verbesserungen verbuchen ebenfalls Lady GaGa mit "Born This Way (Digipack)" (von sechs auf fünf) sowie die finnische Band Sunrise Avenue, die sich auch in den "Hollywood Hills" auskennt, wie ihr Satz von elf auf sechs suggeriert. Top-Einsteiger bei den Singles ist Chris Brown mit "Yeah! Yeah! Yeah!" auf Platz acht.

Die MusikWoche Top 30 Compilations sehen seit drei Wochen am Stück die "Bravo Hits 72" an der Spitze des Tableaus. "Future Trance Vol" avanciert sofort nach Veröffentlichung zum hartnäckigsten Verfolger auf Position zwei. Von Platz vier auf drei nach oben geht es für die DVD-Sammlung "40 Jahre disco: Licht aus, Spot an! - Ilja Richter präsentiert" zum runden Jubiläum der kultigen ZDF-Musikshow mit Ilja Richter. "Die Hit-Giganten - Pop-Schlager" platzieren sich neu an fünfter Stelle, und außerdem außerdem ist die Kopplung "Die Besten im Westen - Die beliebtesten Karnevalslieder" frisch dabei auf Rang neun.