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Sony Music bestätigt Doug Morris als CEO

Nach langen Spekulationen ist es nun offiziell: Doug Morris stößt zu Sony Music und übernimmt dort ab Anfang Juli 2011 als CEO das Ruder. Er kommt von Universal Music. Bei Sony Music tritt der 72 Jahre alte Branchenveteran die Nachfolge des 62-jährigen Rolf Schmidt-Holtz an. Für eine kurze Übergangsphase behält sich Sony-Konzernchef Howard Stringer das letzte Wort in wichtigen Entscheidungen im Musikgeschäft vor.

03.03.2011 09:15 • von Knut Schlinger

Nach langen Spekulationen ist es nun offiziell: Doug Morris stößt zu Sony Music Entertainment und übernimmt dort ab Anfang Juli 2011 als CEO das Ruder. Er kommt von Universal Music. 15 Jahre lang hatte er dort die Leitung inne und führte das Unternehmen an die Spitze des weltweiten Musikgeschäfts. Im Rahmen eines von langer Hand vorbereiteten Nachfolgeprozesses hatte Morris im Jahr 2010 die Verantwortung fürs Tagesgeschäft bei Universal Music nach und nach an Lucian Grainge abgegeben und sich auf den Posten eines Chairman zurückgezogen.

Bei Sony Music tritt der 72 Jahre alte Branchenveteran Doug Morris die Nachfolge des 62-jährigen Rolf Schmidt-Holtz an, der seinen Posten als CEO allerdings schon Ende März 2011 niederlegt. In der kurzen Übergangsphase behält sich Sony-Konzernvorstand Sir Howard Stringer das letzte Wort in wichtigen Entscheidungen im Musikgeschäft vor.

Stringer heftet sich die Ernennung von Doug Morris zum Chef der Sony-Musiksparte denn auch an die eigene Brust: Man kenne sich bereits seit vielen Jahren und er sei "begeistert, dass Doug Morris nun zugesagt hat, die Leitung von Sony Music Entertainment zu übernehmen", lässt der Sony-Konzernchef wissen. In dieser "schwierigen Zeit" könne er sich keinen Besseren für diese Rolle wünschen als eben Doug Morris mit seinen erwiesenen Qualitäten als innovationsfreudiger Entscheidungsträger, als "Music Impresario" und als Staatsmann.

Doug Morris selbst dankte dem Sony-Boss für die Möglichkeit, nun künftig mit ihm und dem gesamten Team von Sony Music arbeiten zu können. In dieser für die weitere Entwicklung im Musikbiz entscheidenden Zeit sei es wichtiger als je zuvor, ein fruchtbares und kreatives Umfeld für den Künstleraufbau zu schaffen, zugleich aber auch die vielen sich bietenden Gelegenheiten zu nutzen, seine Zuhörer weltweit zu erreichen.

Aber auch Rolf Schmidt-Holtz, der nun zusammen über zehn Jahre Spitzenpositionen bei BMG, Sony BMG und Sony Music inne hatte, erhält von Stringer noch die verdienten Lorbeeren für seinen "enormen Beitrag" zur Entwicklung der längst wieder ganz zum Sony-Konzern gehörenden Musiksparte. Schmidt-Holtz habe sich in diesen Jahren als "couragierter, aufrichtiger und vorwärtsgewandter" Entscheidungsträger erwiesen. Bei seiner Rückkehr nach Europa wünscht ihm Stringer nun ebenso große Erfolge.

Zu seinem Abschied dankt Rolf Schmidt-Holtz seinem großartigen Team. Gemeinsam habe man daran gearbeitet, einen profitablen Konzern zu schaffen, dessen Fokus ebenso auf unternehmerische wie auch auf kreative Entwicklungen gerichtet sei.