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Hitbeat: Märchenhaftes Comeback

01.01.1970 01:00 • von Norbert Obkircher

Roxette springen mit "Charm School", ihrem ersten Studioalbum seit zehn Jahren, direkt an die Spitze der MusikWoche Top 100 Longplay. Die wiedergenesene Marie Fredriksson, bei der 2002 ein Gehirntumor festgestellt worden war, und Per Gessle knüpfen damit an ihre größten Erfolge in den 90er-Jahren an, als sie mit den Alben "Joyride" (1991) und "Tourism" (1992) die deutschen Charts anführten. Aufs Treppchen brachten es Roxette zudem 1994 mit "Crash! Boom! Bang!" und 1999 mit "Have A Nice Day"(jeweils auf Rang zwei) sowie 2001, als sie mit "Room Service" eine Nummer drei einfuhren.

Im Zuge des Coups mit dem Album verbessert sich auch die Single "She's Got Nothing On (But The Radio)" von 22 auf 12. "Dies ist ein phantastischer Erfolg für Roxette auf ihrem wichtigsten Markt Deutschland", jubelt Uli Mücke, Vice President New Music bei EMI Music Germany. "Der klassische Roxette-Stil des Albums, die Partnerschaft mit Starwatch Entertainment und unsere gesamte Kampagne gehen voll und ganz auf und geben dem Fan genau, was er will." Auch Hans Fink, Geschäftsführer Starwatch Enter tainment, gratuliert: "Von null auf eins, das ist einfach großartig. Herzlichen Glückwunsch, Roxette.,Charm School' ist ein tolles Album und,She's Got Nothing On (But The Radio)' ein echter Hit."

Roxette schieben Lena mit "Good News" auf den zweiten Platz. Ebenfalls einen Rang verliert die nun drittplatzierte Adele mit "21". Zweithöchster Neuzugang ist PJ Harvey mit "Let England Shake" an 20. Stelle. Neu auf Rang 24 positionieren sich die fünffachen Grammy-Abräumer Lady Antebellum mit "Need You Now".

Bruno Mars bleibt mit "Grenade" Primus der Musik- Woche Top 100 Singles. Damit pariert er vorerst den Vorstoß von Lady GaGa, die mit dem von Universal Music bislang ausschließlich als Download vertriebenen Stück "Born This Way" sofort auf Platz zwei landet. Allein im iTunes-Store fand das Stück in fünf Tagen global mehr als eine Million Käufer - laut Apple ein neuer Rekord. Hurts behaupten mit "Stay" den dritten Rang. Natalia Kills katapultiert sich mit "Mirrors" von null auf zehn.

Die "Bravo Hits 72" setzen sich in den MusikWoche Top 30 Compilations sofort auf Rang eins. Hinter "Bravo - The Hits 2010" folgen mit "Club Sounds Vol" auf drei und der DVD-Box "40 Jahre disco: Licht aus, Spot an! - Ilja Richter präsentiert" (vier) zwei weitere Neueinsteiger im Vorderfeld.

Adele steht in Großbritannien mit dem Album "21" und der Single "Someone Like You", die sie bei der Brit-Awards-Gala live sang, auf eins. Mit ihrem Debütalbum "19" und dem Song "Rolling In The Deep" ist sie in beiden Hitlisten zudem jeweils auf Rang vier gelistet. Damit leistet die 22-Jährige Seltenes.

Je zwei Titel bei Longplayern und Singles simultan in den Top Five der UK-Charts verbuchten als lebende Künstler zuletzt die Beatles im Januar 1964: Die Fab Four belegten damals mit "With The Beatles" und "Please Please Me" die ersten beiden Ränge der Longplay- Charts und mit "I Want To Hold Your Hand" und "She Loves You" die Singles-Plätze zwei und fünf. Ein solches Resultat schaffte seither allein John Lennon solo. Er erlebte dies aber nicht mehr, denn erst nach seinem Tod 1980 tauchten seine Alben "Double Fantasy" und "Imagine" sowie die Singles "Woman" und "Imagine" zeitgleich unter den ersten Fünf auf.