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Hitbeat: Adele räumt gründlich ab

01.01.1970 01:00 • von Norbert Obkircher

"Wonach Bayern München in dieser Saison wieder mal strebt, hat Adele bereits geschafft: das Triple." Mit diesen Worten kommentiert Birgit Heuzeroth, General Manager der Beggars Group, die Charts-Performance der britischen Soulpop-Sängerin: In den Musikwoche Top 100 Longplay stürmt Adele mit "21", ihrem zweiten Album, von null auf eins und hat schon Gold sicher. Bei den Singles erklimmt sie mit "Rolling In The Deep" von Rang drei aus die Spitzenposition, und mit diesem Stück steht sie in den Airplay-Charts in der zweiten Woche ebenfalls ganz oben. Und auch Adeles Albumdebüt, "19", steigt in dieser Woche wieder von 42 auf 28.

"Wir freuen uns sehr, dass es uns mit einem kleinen, komplett unabhängigen Team gelungen ist, Adele auf die ersten Plätze sämtlicher Hitparaden zu platzieren. Nun dürfen wir freudig und gespannt in die Zukunft einer großartigen Künstlerin blicken", bekräftigt Heuzeroth. Was sie live drauf hat, zeigt die 22-jährige Londonerin Ende März/Anfang April live in Deutschland: Nachdem die Tickets für ihre Tour bereits komplett vergriffen waren, hat Veranstalter Wizard Promotions Konzertagenturdrei von vier Konzerten in größere Hallen verlegt. Das Hamburger Beggars-Team verbucht mit Adele übrigens die erste Nummer eins in den Top 100 Longplay überhaupt nach Rang vier für "Icky Thump" von den White Stripes 2007 als bisher höchster Notierung. Bei den Singles tütet Adele die zweite Nummer eins für Beggars ein - nach Emiliana Torrini mit "Jungle Drum" 2009.

Während Unheilig mit "Große Freiheit" an zweiter Stelle verweilt, fällt Bruno Mars mit "Doo-Wops & Hooligans" in den Top 100 Longplay von eins auf drei. Wieder stark im Kommen sind Hurts, deren Debüt "Happiness" von 22 auf fünf springt. Die französische Sängerin Zaz setzt ihren Aufstieg fort und klettert mit ihrem gleichnamigen Album von 16 auf sieben. Mit dem Einstieg direkt auf Rang acht nutzt Heinz Rudolf Kunze "Die Gunst der Stunde", so der Titel seines neuen Werks. Die Formation Celtic Woman bringt es mit "Songs From The Heart" von null auf neun. Auf Rang zwölf entern Wir sind Helden die Rangliste mit "Tausend wirre Worte - Lieblingslieder 2002-2010"

In den MusikWoche Top 100 Singles verharren Empire Of The Sun mit "We Are The People (Digital Only)" hinter Adele in Lauerstellung auf der zweiten Position. Bruno Mars klettert von acht auf drei und steht somit mit "Grenade" allein durch Downloadabsätze auf dem Treppchen. Die physische Version bringt Warner Music nämlich erst am 4. Februar in den Handel. Mars hat mit "Just The Way You Are", diese Woche auf sechs, weiterhin einen zweiten Song in den Top Ten stehen. Von elf auf neun verbessern sich Milk & Sugar vs. Vaya Con Dios mit "Hey (Nah Neh Nah)". Der höchste Neuzugang auf Rang zehn heißt "Coming Home" und stammt von Diddy-Dirty Money, dem Trio mit dem Rapper und Produzenten Sean "Diddy" Combs und den Sängerinnen Dawn Richard und Kalenna Harper.

In den Musikwoche Top 30 Compilations führt weiter kein Weg an "Bravo - The Hits 2010" dabei. Die Hit-Retrospektive des abgelaufenen Jahres verbringt insgesamt die achte Woche auf dem Charts-Gipfel. Aktueller Vizemeister bei den Kopplungen bleiben die "Après Ski-Hits 2011". "The Disco Boys Vol" ist Top-Einstieg auf drei.