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Hitbeat: Bruno Mars räumt ab

01.01.1970 01:00 • von Norbert Obkircher

Wie in Großbritannien schwingt sich Bruno Mars auch in den MusikWoche Top 100 Longplay mit seinem Debütalbum "Doo-Wops & Hooligans" zur Freude von Warner Music von null auf eins. Der neue Topstar aus den USA, der kürzlich für sieben Grammys und einen Brit Award nominiert worden ist, verdrängt damit Unheilig mit "Große Freiheit" vom Thron. Das Album des hawaiianischen Sängers, Songschreibers und Produzenten, der durch Kollaborationen mit Künstlern wie Cee Lo Green, Flo Rida oder K'naan bekannt wurde, hat bereits Gold in den USA und Platin in Kanada, Australien und Neuseeland sicher.

Und auch mit seinen Singles läuft es für den 25-Jährigen wie geschmiert: So steigt in den MusikWoche Top 100 Singles sein Hit "Just The Way You Are" von sieben auf fünf, und mit "Grenade" schafft es Mars allein aufgrund von Downloadverkäufen als höchster Neueinsteiger auf Platz acht. Beide Auskopplungen erreichten sowohl in den USA als auch in Großbritannien Platz eins der Charts. "Grenade" verkaufte sich in den Staaten digital allein 559.000 Mal binnen einer Woche - und ist damit drittbestverkaufter Download-Track aller Zeiten in der Startwoche.

"Grenade" hat in den USA schon Doppel-Platin inne für insgesamt mehr als zwei Millionen abgesetzte Einheiten, "Just The Way You Are" gar Dreifach-Platin für drei Millionen Verkäufe. In den UK-Charts liegt Mars derzeit parallel bei Alben und Singles in Führung - als erster US-Solokünstler seit Meat Loaf anno 1993. Die fünf Konzerte der Deutschlandtournee von Bruno Mars, die Warners Live-Division Neuland Concerts im März veranstaltet, sind trotz Verlegung in größere Hallen bereits restlos ausverkauft.

Auf Podiumsplatz drei und damit erstmals im Spitzenfeld der MusikWoche Top 100 Longplay platziert sind die unverwüstlichen kalifornischen Punkrocker von Social Distortion mit "Hard Times And Nursery Rhymes", einem indes stärker denn je von Elementen aus Country, Blues und klassischem Rock'n'Roll geprägten Werk. Andrea Berg verbessert sich mit "Schwerelos" von zehn auf fünf. Stark im Kommen ist auch die französische Sängerin Zaz mit ihrem gleichnamigen Album, das in Frankreich Spitzenreiter war und nun in Deutschland von 36 auf 16 springt. Damit ist sie Aufsteigerin der Woche. Auf Rang 19 landet die englische Hardrock institution Magnum mit "The Visitation" den dritthöchsten Neueinstieg. Pearl Jam belegen nach der ersten Verkaufswoche von "Live On Ten Legs" Platz 23, und Anna Depenbusch debütiert mit "Die Mathematik der Anna Depenbusch (Digipack)" auf 25.

Die MusikWoche Top 100 Singles bleiben die Domäne der Black Eyed Peas mit "The Time (Dirty Bit)". Empire Of The Sun klettern mit "We Are The People" auf die Zwei. Adele hievt sich mit "Rolling In The Deep" von neun auf drei, nachdem das Stück in der aktuellen Erhebungswoche erstmals auch in physischer Form erhältlich war.

In den MusikWoche Top 30 Compilations holt sich der Jahresrückblick "Bravo - The Hits 2010" die Spitzenposition zurück und schiebt die "Après Ski Megamix 2011" an die zweite Stelle. "The Dome Vol" verharrt auf Rang drei. Höchster Neuzugang ist die Zusammenstellung "We Love Winter 2011", die an zwölfter Stelle das Szenario ziert.