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Charts KW01: Unheilig verdrängt "Michael", "Iz" spitze

In den MusikWoche Top 100 Longplay gibt es einen neuen Spitzenreiter - allerdings handelt es sich dabei um einen alten Bekannten: Unheilig. Ein "Supertalent" schafft es derweil zwar nicht in einstellige Gefilde, liefert aber dennoch den höchsten Neueinsteiger bei Singles und Alben.

28.12.2010 09:16 • von Knut Schlinger

Über die Feiertage klagt so mancher über zu wenig Bewegung. In den MusikWoche Top 100 Longplay aber gibt es immerhin einen neuen Spitzenreiter zu begrüßen, auch wenn es sich dabei um einen alten Bekannten handelt: Der Graf springt mit seiner Formation Unheilig und dem in verschiedenen Versionen erhältlichen Album Große Freiheit" von Platz zwei an die Spitze der Album-Hitliste zurück.

Von dort verdrängt er Michael Jackson mit Michael", dem ersten neuen Studioalbum aus dem Nachlass des King of Pop. Nach nur einer Woche an der Spitze rutscht "Michael" auf Platz zwei ab, gefolgt von David Garrett mit Rock Symphonies" und Take That mit Progress", die im weihnachtlichen Schlussspurt noch jeweils einen Platz aufholen. Von Rang drei auf fünf geht es hingegen für Helene Fischer mit ihrer Best Of". Der anhaltende Höhenflug der Sängerin liegt vor allem am neuen Tourmitschnitt auf Doppel-CD, oder im CD/DVD-Set, die Media Control zu den Verkäufen des Studiosamplers hinzurechnet.

Als höchster Neueinsteiger schafft es der Sänger Freddy Sahin-Scholl mit Carpe Diem" auf Platz 17 der MusikWoche Top 100 Longplay. Der 57-Jährige setzte sich kürzlich im Finale der RTL-Castingshow "Das Supertalent" durch. Sony Music brachte das Album anschließend schnell auf den Markt. Bei "Carpe Diem" handelt es sich um ein bereits 2003 über Edel veröffentlichtes Werk, das Sahin-Scholl einst unter dem Künstlernamen Galileo auf eigene Kosten produziert hatte. Für einen Einstieg in die Charts reichte es damals allerdings nicht.

Als zweithöchster Neuzugang bei den Alben entert LaVive, die Gewinnerformation der jüngsten "Popstars"-Staffel auf ProSieben, das Feld mit No Sleep" auf Rang 44. Damit schneiden sie knapp besser ab als ihre Vorgänger, Some & Any, die Anfang des Jahres 2010 mit First Shot" auf Position 47 einstiegen und sich insgesamt drei Wochen in den MusikWoche Top 100 Longplay hielten.

In den MusikWoche Top 100 Singles rangiert derweil erneut Israel "Iz" Kamakawiwo'ole mit seiner Version von Over The Rainbow" an der Spitze. Dahinter besetzen The Black Eyed Peas mit The Time (Dirty Bit)" und Empire Of The Sun mit We Are The People" wie schon in der Vorwoche die Podestplätze. Von Platz sechs auf vier klettert Unheilig mit Winter", Duck Sauce verlieren dagegen eine Position und landen mit Barbra Streisand" auf fünf.

Der im Erhebungszeitraum kurz vor Weihnachten bestverkaufte Titel mit saisonalem Bezug kommt mit Shake Up Christmas" von Train: Der Song aus der Saisonkampagne des Getränkeriesen Coca-Cola rangiert auf Platz 24 und liegt somit knapp besser als Christmas Lights" von Coldplay auf 26 und Last Christmas" von Wham! auf 27.

Als einzige Neueinsteiger im Singles-Ranking schaffen es Freddy Sahin-Scholl mit der Single-Version von "Carpe Diem" und Milk & Sugar mit "Hey (Nah Neh Nah)" auf die Plätze 56 und 58.

Xavier Naidoo profitiert von seinen Aktivitäten im Umfeld des RTL-Spendenmarathons: Sein Album Alles kann besser werden" klettert von 22 auf Platz neun und hält sich nun in der 56. Woche in den MusikWoche Top 100 Longplay, das Lied Bitte hör nicht auf zu träumen" steigt als Titelsong zum Spendenmarathon im Singles-Ranking von 61 auf Position 36.

Fest besetzt bleiben die ersten Plätze in den MusikWoche Top 30 Compilations: Hier regiert weiterhin Bravo - The Hits 2010" vor Die ultimative Chart Show - Hits 2010" und The Dome Vol. Als bestplatzierte Neuveröffentlichung schieben sich die Après Ski Hits 2011" auf den achten Rang der Compilations-Hitliste.