chartwoche.de

Hitbeat: Sanfter Riese wieder oben

01.01.1970 01:00 • von Norbert Obkircher

In den MusikWoche Top 100 Singles kehrt Israel "Iz" Kamakawiwo'ole mit "Over The Rainbow" zurück auf die Pole Position. Der Hit des "sanften Riesen" aus Hawaii, der 1997 starb, hat laut Universal Music mittlerweile Doppelplatin für 600.000 verkaufte Einheiten in Deutschland erreicht. Auch Kamakawiwo'oles Album "Facing Future", das wie die Hitsingle erstmals 1993 erschien, hat jetzt in Deutschland Gold sicher.

Vom dritten auf den zweiten Platz der Singles-Hitliste verbessern sich The Black Eyed Peas mit ihrem neuen Ohrwurm "The Time (Dirty Bit)". Empire Of The Sun finden sich mit "We Are The People", dem Spitzenreiter der vergangenen Woche, nun auf der Drei wieder. Den Wiedereinzug in die Top Ten schaffen Leona Lewis, die sich mit "Run" von elf auf acht steigert, sowie Madcon per Sprung von 14 auf zehn mit "Freaky Like Me". Katy Perry verbucht mit "Firework" auf Platz elf den höchsten Neueinstieg. Auf Rang 18 debütiert die neue Single aus dem Nachlass von Michael Jackson, "Hold My Hand", ein Duett mit Akon.

"Last Christmas" von Wham!, diese Woche auf Rang 28 notiert, ist laut Media Control der erfolgreichste Weihnachtssong der Chartsgeschichte seit 1977, als das Baden-Badener Unternehmen die Ermittlung der Top 100 übernahm. Der Song enterte erstmals 1984 die Top 100 - damals auf Rang 54 - und kletterte Anfang 1985 bis auf Rang sieben. Erst 1997 kehrte er in die deutschen Charts zurück, ist dort aber seither Jahr für Jahr wieder ums Fest herum präsent und stieg Anfang 2008 mit Platz vier höher denn je. In der Liste der Top-Weih nachtssingles der Media- Control-Ära folgt Melanie Thornton mit dem erstmals 2001 veröffentlichten "Wonderful Dream (Holidays Are Coming) (Digital Only)" an zweiter Stelle vor Jona Lewie mit "Stop The Cavalry" (Erstveröffentlichung: 1981) und Frankie Goes To Hollywood mit "The Power Of Love" (1984).

Unheilig bleibt mit "Große Freiheit" primus inter pares in den MusikWoche Top 100 Longplay. Der Graf verbessert somit den Allzeitrekord für die längste Verweildauer eines Albums eines deutschen Actsauf dem Charts-Thron auf imposante 19 Wochen. Zudem hat er nun über eine Million Einheiten des Werks in seinen verschiedenen Editionen (inklusive "Große Freiheit Live") abgesetzt, wie Universal Music meldet. Obendrein hat sich auch die Unheilig-Hitsingle "Geboren um zu leben" nun für Doppelplatin qualifiziert; die "Große Freiheit Live"-DVD und das Album "Puppenspiel" (2008) erhalten jeweils Gold.

Take That verweilen mit "Progress (Special Edition)" an zweiter Stelle der Longplay-Charts vor dem Top-Neueinsteiger Der W. mit "Autonomie". Das Podium wieder im Visier hat David Garrett mit seinem ehemaligen Nummer-eins-Album "Rock Symphonies", das aktuell von neun auf fünf klettert.

Einen neuen Tabellenführer bekommen die MusikWoche Top 30 Compilations: "Die ultimative Chart Show - Hits 2010" landet hier direkt auf dem Gipfel und verdrängt im Wettbewerb der Jahresrückblicke "Bravo - The Hits 2010" an die zweite Stelle. Auf Rang drei entert "The Dome Vol" die Hitliste. Und als Neuzugang immerhin in die Top Ten bringt es "Kontor - Top Of The Clubs Vol" per Premiere auf Platz neun.