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Oink-Betreiber freigesprochen

Ein britisches Gericht hat den wegen Verschwörung zum Betrug angeklagten Gründer des BitTorrent-Trackers Oink freigesprochen. Bis zur Schließung der Seite 2007 hatte Alan Ellis seit 2004 eine der größten britischen Piraterieseiten mit rund 200.000 Nutzern betrieben. Die BPI spricht von einem "sehr enttäuschenden Urteil".

18.01.2010 16:01 • von Christian Schober
Ein britisches Gericht hat den wegen Verschwörung zum Betrug angeklagten Gründer des BitTorrent-Trackers Oink freigesprochen. Bis zur Schließung der Seite 2007 hatte Alan Ellis seit 2004 eine der größten britischen Piraterieseiten mit rund 200.000 Nutzern betrieben. Die Einnahmen des Portals beliefen sich nach Angaben des UK-Branchenmagazins "Music Week" auf 11.000 Pfund pro Monat.

"Das ist ein sehr enttäuschendes Urteil, welches im krassen Gegensatz zu vergleichbaren Entscheidungen internationaler Gerichte, beispielsweise im Fall von Pirate Bay, steht", kommentiert die BPI. "Der Angeklagte verdiente fast 200.000 Pfund mit der unerlaubten Ausbeutung der Arbeit anderer. Dieser Fall zeigt, dass Künstler und Musikunternehmen besseren Schutz brauchen."