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Spotify will 2010 nach Deutschland

Die Betreiber des Streamingangebots Spotify haben europaweit die Marke von sechs Millionen Nutzern geknackt. Das verkündete Spotify-Vertreter Shakil Khan in London. Daneben nannte er Details zum Umsatzmodell und zu den Markteintritten von Spotify in den USA, in China und in Deutschland.

01.01.1970 01:00 • von Knut Schlinger

Kaum ein Kongress im Musik- oder Mediengeschäft kommt derzeit ohne den Auftritt eines Spotify-Managers aus. So auch die Londoner Noah Conference. Hier trat Shakil Khan am 30. November als Vertreter des schwedischen Unternehmens auf, zuvor als Mitbegründer verschiedener Online-Start-Ups in Erscheinung getreten und bei Spotify offenbar als ein Geldgeber mit an Bord. Khan nannte Details zu aktuellen Nutzerzahlen und dem angepeilten Umsatzmodell, aber auch zu den angekündigten Markteintritten von Spotify in den USA und China sowie in Deutschland.

Bei den Nutzerzzahlen haben die Betreiber des schwedischen Streamingangebots Spotify inzwischen europaweit mit ihren bislang sechs Märkten die Marke von sechs Millionen Nutzern geknackt; gut drei Millionen davon erreichen sie allein in Großbritannien. Jeden Tag sollen rund 50.000 Nutzer neu hinzukommen. Die durchschnittliche Nutzungszeit soll inzwischen bei 94 Minuten pro Tag liegen - erst vor wenigen Wochen hatte Firmengründer Daniel Ek an anderer Stelle noch von 72 Minuten gesprochen.

Wie viele der sechs Millionen Nutzer sich bislang für das kostenpflichtige Premiumabo entschieden haben sagte Khan nicht. Allerdings verkündete er, dass man bei Spotify damit rechne, mittelfristig rund die Hälfte aller Umsätze mit Aboerlösen zu erwirtschaften und die andere Hälfte mit Werbegeldern.

Spotify befinde sich zudem auf einem guten Weg, den verschobenen US-Markteintritt in den ersten beiden Quartalen des Jahres 2010 vollziehen zu können, sagte Khan laut Medienberichten. Gleiches gelte für China. Und auch der erstmals im Rahmen der c/o pop im August 2009 angekündigte Deutschlandstart kam zur Sprache: Demnach wollen die Spotify-Macher Deutschland weiterhin als siebte europäische Region erschließen, und zwar in der ersten Jahreshälfte 2010.

Auf dem Firmenblog verkündete Spotify zudem, mit Oskar Stal einen neuen CTO und Nachfolger des kürzlich aus dem Unternehmen ausgeschiedenen Andreas Ehn gefunden zu haben.