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Bundesverband weist Charts-Kritik zurück

Beim Bundesverband Musikindustrie will man die nach dem Ausschluss des jüngsten Werks von Mario Barth aus den MusikWoche Top 100 aufgekommene Charts-Kritik von Edgar Berger und Tim Renner nicht auf sich sitzen lassen. Stefan Michalk verteidigt die Hitlisten als innovativ und zukunftsweisend.

12.10.2009 13:38 • von Knut Schlinger

Der Streit, der in der vergangenen Woche wegen dem Ausschluss des jüngsten Werks von Mario Barth, Männer sind peinlich, Frauen manchmal auch! - Live", aus den MusikWoche Top 100 Longplay aufkam, gärt weiter: Der Bundesverband Musikindustrie, in dessen Auftrag und nach dessen Regularien media control Hitlisten wie die MusikWoche Top 100 Longplay oder MusikWoche Top 100 Singles erhebt, will die grundsätzliche Kritik an den Charts, die Edgar Berger, CEO Sony Music Entertainment GSA, und Tim Renner, Geschäftsführer von Motor Entertainment, äußerten, nicht auf sich sitzen lassen:

"Mit der Umstellung auf eine wertbasierte Charts vor zwei Jahren hat Deutschland gerade vor dem Hintergrund eines sich wandelnden Musikmarktes eines der innovativsten und zukunftsweisendsten Chartsysteme der Welt bekommen", unterstreicht Stefan Michalk als Geschäftsführer des Bundesverbands Musikindustrie auf Nachfrage von MusikWoche. Michalk macht klar, dass die letzte Reform der Hitlisten von den Mitgliedsfirmen des Verbands getragen wurde: "Damals haben alle Labels an der Entwicklung des Systems intensiv mitgearbeitet, und bis heute hat es weder von Konsumenten noch Medien Kritik gegeben."

Die Bedeutung der Hitlisten an sich stehe keineswegs in Frage, betont Michalk: "Irrelevant sind Charts in der Regel nur für die Firmen, deren Produkte nicht so erfolgreich sind, dass sie eine Chance haben, in die Charts zu kommen."