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GEMA will über "Zusammenschluss" von Bezirksdirektionen diskutieren

Auf Nachfrage von MusikWoche hat die GEMA Medienberichten über die geplante Schließung von Bezirksdirektionen widersprochen. Statt einer Schließung prüfe die Verwertungsgesellschaft lediglich den Zusammenschluss einzelner Direktionen, so GEMA-Sprecherin Bettina Müller.

02.10.2009 15:31 • von Christian Schober

Auf Nachfrage von MusikWoche hat die GEMA Medienberichten über die geplante Schließung von Bezirksdirektionen widersprochen. Die "Neue Musikzeitung (nmz)" hatte gemeldet, die Verwertungs- gesellschaft plane die Schließung der Direktionen in München, Augsburg und Hannover. "Von Schließung hat niemand gesprochen", sagte GEMA-Sprecherin Bettina Müller im Gespräch mit MusikWoche. Es habe am 21. und 22. September lediglich eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung stattgefunden, bei der die "Ertrags- und Kostensituation der GEMA ausführlich beraten wurde". Der Aufsichtsrat habe in dieser Sitzung den Vorstand der GEMA beaufragt, zu prüfen, ob die Anzahl der Bezirksdirektionen aus wirtschaftlichen Gründen reduziert werden kann. Der Vorstand sei auch gebeten worden, die zuständigen Arbeitnehmervertretungen in diese Prüfung einzubeziehen.

"Da der Vorstand bestrebt ist, das Ziel der Stabilisierung der Ertragssituation durch Kostensenkung so sozialverträglich wie möglich zu realisieren, beabsichtigt er, vorbehaltlich der Beratungen mit den zuständigen Arbeitnehmervertretungen, dem Aufsichtsrat statt einer Stilllegung einzelner Bezirksdirektionen den Zusammenschluss von Bezirksdirektionen zu empfehlen", sagte Müller. "Bei dieser Lösung sollte versucht werden, den betroffenen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen die Weiterbeschäftigung an einem anderen Standort anzubieten. Um eine Aufrechterhaltung der Arbeitsplätze für die Mitarbeiter/innen möglichst gewährleisten zu können, kommt ein Zusammenschluss nur dort in Betracht, wo ein Angebot eines Arbeitsplatzes für die betroffenen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen auch unter platztechnischen Gesichtspunkten tatsächlich möglich ist." Welche Bezirksdirektionen für einen Zusammenschluss in Frage kommen, stehe noch nicht fest.

Nach "ausführlichen Beratungen mit den zuständigen Arbeitnehmervertretungen" soll es in der nächsten Aufsichtsratsitzung am 14. und 15. Oktober zu einer Entscheidungsvorlage kommen.