Musik

Robert Quine gestorben

Der einflussreiche Punk-Gitarrist Robert Quine ist im Alter von 61 Jahren am Wochenende tot in seiner Wohnung gefunden worden. Todesursache soll eine Überdosis Heroin gewesen sein.

08.06.2004 12:19 • von Dietmar Schwenger

Der einflussreiche Punk-Gitarrist Robert Quine ist im Alter von 61 Jahren am Wochenende tot in seiner Wohnung gefunden worden. Todesursache soll eine Überdosis Heroin gewesen sein, wie ein enger Freund berichtet, der den leblosen Körper im New Yorker Apartment des aus Akron, im Bundesstaat Ohio, stammenden Musiker fand. Er soll nach dem Tod seiner Frau sehr niedergeschlagen gewesen sein. Quines Karriere begann mit einer obsessiven Leidenschaft für die Band Velvet Underground, von denen er zahlreiche Konzerte privat mitschnitt, die Universal im Jahr 2001 als 3-CD-Box, Bootleg Series Vol veröffentlichte. Inspiriert vom herausfordernden Gitarrensound der stilprägenden Band von Lou Reed und John Cale spielte er in den frühen 70ern bei der Punkgruppe The Voidoids, mit denen u.a. das epochale Album "Blank Generation" aufnahm. Von 1981 bis 1984 wurde für Quine ein Traum wahr, als er in der Begleitband seines Vorbildes Lou Reed spielte, wo er u.a. auf den Alben "Blue Mask", "Legendary Hearts" und "New Sensations" zu hören ist. 1984 nahm er das Solo-Album "Basic" auf, danach spielte er für Künstler wie John Zorn, Tom Waits, Marianne Faithfull, Lloyd Cole und Matthew Sweet sowie die Bands They Might Be Giants, Scritti Politti sowie Material.