Musik

Plagiatsklage gegen Grand-Prix-Song

Die Gruppe Tie Break, die für Österreich in den Eurovision Song Contest ziehen will, muss sich mit einer Plagiatsklage auseinandersetzen.

06.05.2004 16:40 • von Norbert Obkircher

Die Gruppe Tie Break, die für Österreich in den Eurovision Song Contest ziehen will, muss sich mit einer Plagiatsklage auseinandersetzen. Anderthalb Wochen vor dem Sangeswettstreit in Istanbul reichte das Duo Waterloo & Robinson, Zweitplatzierte der österreichischen Vorausscheidung, eine Klage gegen das Trio ein. Der Siegertitel "Du bist" erfülle "die wesentlichen Kriterien eines Plagiats", erklärten die Kläger. Als Vorbild soll der Nummer-eins-Hit Für dich" von Yvonne Catterfeld gedient haben. Obwohl derartige Vorwürfe bereits seit geraumer Zeit kursieren, sei die Beweisführung schwierig. Deswegen bemängeln Waterloo & Robinson auch noch, dass Tie Break die vom ORF vorgegebene Songlänge um neun Sekunden überschritten haben und fordern die Disqualifikation der Gruppe. Dabei hat das Buben-Trio ohnehin schon genug Probleme bei seiner Grand-Prix-Teilnahme: So fühlen sich Tie Break weder vom ORF noch von ihrer Plattenfirma Warner angemessen unterstützt. Für die Single habe es weder Promotion noch einen Video-Clip gegeben, Coaching-Programme musste das Trio sogar aus eigener Tasche bezahlen. "Wir verstehen nicht, dass wir Österreich vertreten, aber selber dafür bezahlen müssen", erklärte Tie-Break-Mitglied Tomy Pegram.

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