Musik

Charts KW07: Doppelte Neuverwertung bewährter Klassiker

07.02.2002 12:33 • von

Nach den No Angels zeigt auch die zweite aus der TV-Serie "Popstars" hervorgegangene Gruppe, dass sie mehr als ein One-Hit-Wonder ist. Wie schon mit der Single I Believe" katapultiert sich Bro'Sis ebenso mit dem Debütalbum Never Forget (Where You Come From)" von null auf eins. Die Newcomer-Formation verdrängt Die Toten Hosen auf Platz zwei. Deren Trauer dürfte sich indes in Grenzen halten. Denn mit der CD Auswärtsspiel" haben die Altpunks bereits Platinstatus erreicht. Zudem können sich die Hosen über den Wiedereinstieg ihres Best-Of-Albums Reich & Sexy" auf 55 freuen.

Singles-Spitzenreiterin Shakira reüssiert auch mit dem Album Laundry Service", das die Longplay-Hitliste auf Platz vier entert. Gleichzeitig gelangt ein spanischsprachiges Werk der Latin-Pop-Sängerin in die Top 100: Dónde Están Los Ladrones?" findet sich auf Platz 99. Als hartnäckige Konkurrenz für die Kolumbianerin im Kampf um die Publikumsgunst erweist sich der neue US-Pop-Stern Pink. Die 22-Jährige liegt mit der Single Get The Party Started" weiter auf zwei, ihr Album Missundaztood" debütiert auf Rang fünf.

B3 landet mit Nightfever" (38) und You Win Again" (40) zwei Hits auf einmal mit Coverversionen von Bee-Gees-Songs. Wyclef Jean rangiert unterdessen mit dem Pink-Floyd-Stück Wish You Were Here" auf Position 77. Die Urversionen dieser Titel finden sich parallel dazu in den Longplay-Charts auf The Record - Their Greatest Hits" von den Gebrüdern Gibb (65) respektive auf Echoes - The Best Of" (40).

Dass Dancefloor-Helden mehr als nur Hitsingles zu bieten haben, beweisen die aktuellen Longplay-Einstiege von ATB auf zehn und von Kai Tracid auf 16.

Berichtigung: In musikwoche.de Heft 6/02 ergab sich aufgrund eines Computerproblems bei der Grafik "Gewichtete Charts-Anteile Longplay 2002" leider eine Verwechslung. Die der BMG Berlin zugewiesenen Balkenwerte (2,42 Prozent bis 19.1. 2002, 14,82 Prozent für die sechste Kalenderwoche) gehörten in Wirklichkeit zu eastwest. Die tatsächlichen Werte von BMG Berlin (2,80 Prozent kumuliert, 3,12 Prozent für Woche sechs) wurden irrtümlicherweise unter BMG Ariola Hamburg gelistet. Alle anderen aufgeführten Werte stimmten.